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Dankesworte an Schaeuble

Montag, den 25. Juni 2007

Kressbronn, den 25.06.2007

Bundesministerium des Innern
z. Hd. Dr. Wolfgang Schaeuble
Alt-Moabit 101 D
10559 Berlin

Sehr geehrter Herr Schaeuble,

ich moechte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie sich so fuer die Sicherheit von Deutschland einsetzen. In den letzten Jahren habe ich wahre Angstzustaende erlitten als unzaehlige Terrorwarnungen durch die Medien gingen und ich mich dem Terrorismus schutzlos ausgeliefert sah. Der 11. September 2001 war fuer mich der Zeitpunkt ab welchem ich nur noch mit grosser Angst mein Haus verlassen konnte. Ich habe seit diesem Zeitpunkt den Kontakt zu jeglichen auslaendischen Mitbewohnern abgebrochen, ebenso wie zu Menschen mit Baerten und langen Haaren. Man weiss nicht was diese planen und viele von ihnen kommen mir sehr verdaechtig vor. Ich versuche seit diesem Tag partout den Kontakt mit diesen potentiellen Terroristen in der Oeffentlichkeit zu meiden.

Toll finde ich, dass Sie ueberall Ueberwachungskameras installieren wollen. Damit fuehle ich mich endlich wieder sicher auf Bahnhoefen und oeffentlichen Plaetzen. Wenn Sie mich fragen, dann ist uns damit ein ganz grosser Schlag gegen den Terrorismus gelungen. Wie oben schon geschrieben sieht man den Terroristen ihr Vorhaben ja regelrecht an – und sei es nur an der Haarlaenge. Es war also nur ein logischer und zugleich genialer Schachzug von Ihnen moeglichst viele Kameras zu installieren.
Doch damit nicht genug, ich habe nach ihrem Vorbild mein Haus mit etlichen Kameras ausgestattet, welche mir erlauben stets zu sehen und nachvollziehen zu koennen was rund um mein Haus geschieht. Die Telefonnummer Ihres Ministeriums habe ich zudem auf auswendig gelernt – nur fuer den Fall der Faelle. Inzwischen bin ich sogar in der Lage die Nummer rueckwaerts aufzusagen. Vielleicht ist mir das ja irgendwann einmal von Nutzen, man weiss ja nie heutzutage!
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Schaeuble schaut den Auslaendern auf die Finger

Sonntag, den 10. Juni 2007

Der bekannteste Rollstuhlfahrer Deutschlands will jetzt auch den Auslaendern auf die Finger schauen. Genau genommen will er von allen in Deutschland lebenden Menschen, die keinen EU-Pass besitzen, den Fingerabdruck in einer zentralen Datei speichern. Nun mag man sich fragen was daran so besonders sein soll, hat doch unser Innenminister tagtaeglich solche genialen Einfaelle um die Menschen in Deutschland bestens schuetzen zu koennen. Das ist wohl wahr. Doch der eigentliche Anlass fuer diesen Beitrag fand sich in der Diskussion bei Heise. Dort schreibt FrogmasterL seine Gedanken wie folgt nieder:

Schäuble findet neues Hintertürchen [, d]enn es geht ja nur um Ausländer ohne EU-Pass…
Sobald dieses Register beschlossen ist, wird Herr Schäuble feststellen, dass die Legionen von Terroristen, die in Deutschland leben, Deutsche Pässe haben. Dann wird, schon aus Gründen der Gleichberechtigung(Ja, unsere Politiker achten das Grundgesetz – wenn es ihnen grade in den Kram passt) ein zentrales Fingerabdruckregister für alle in Deutschland
lebenden Personen eingeführt.
Und aus Gründen der EU-Harmonisierung wird dieses mit allen Registern in den anderen EU-Staaten abgeglichen. Und in Berlin wird ein weiterer Punkt von der TODO-Liste gestrichen.
heise.de – Diskussionen

Wo er recht hat, hat er recht. Zuzutrauen ist es Schaeuble allemal. Ganz ploetzlich und aus heiterem Himmel laesst sich damit der Terrorismus nicht ausschalten und so muessen die Taeter Leute aus den eigenen Reihen sein. Diese muss man ueberwachen! Die logische Konsequenz: Auch die Fingerabdruecke der Deutschen muessen herhalten.

Traurig aber wahr – so wird gearbeitet in Berlin!

Helft Schaeuble! – powered by informiert-wolfgang.de

Donnerstag, den 7. Juni 2007

In letzter Zeit habe ich haeufig ueber die geplante Totalueberwachung der Regierung geschrieben und diese durchweg negativ beaeugt. Andererseits kann man das Feld natuerlich auch von hinten aufrollen und einmal die Perspektive wechseln.
[inspic=6]Man darf nicht alles so schwarz sehen und sollte Herrn Schaeuble helfen, anstatt sich quer zu stellen – er will doch nur das Beste fuer uns Buerger. Wir muessen handeln, wenn wir uns in Sicherheit wiegen wollen – so lauetet der Grundsatz des Projekts “Informiert Wolfgang“. Und genau genommen ist da ja auch was dran. Wie oft hoere ich Menschen in einer anderen Sprache reden! – Woher soll ich denn wissen, dass diese Menschen nicht gerade einen Anschlag planen? Es muss zwar nicht sein, aber das Potential ist da! Auch muss man sich ueberlegen was im Nachbarhaus vorgeht, wenn dort die Stimmen etwas lauter werden. Es koennte ein Training fuer eine gewaltsame Geiselnahme sein. Man uebt Angst einzuschuechtern – oder doch nicht? Egal, es muss gemeldet werden. Ob man der Sache nachgeht oder nicht bleibt immer noch dem Oberbefehlshaber Schaeuble ueberlassen, der die Kompetenz und das noetige Fachwissen hat um das zu entscheiden. Allein wenn ich als anstaendiger Buerger diese Taten melde, fuehle ich mich wohler und kann besser schlafen. Zudem habe ich meine Buergerpflicht erfuellt – die Pflicht sich und andere zu schuetzen.
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Google ermoeglicht Suche gezielt nach Gesichtern

Dienstag, den 29. Mai 2007

Wie inzwischen bekannt wurde unterstuetzt Google die Suche nach Gesichtern innerhalb der Bildersuche. Der bisher undokumentierte Zusatz imgtype=face bei einer Bildersuche laesst in den Ergebnissen idealerweise nur noch Gesichter erscheinen. Idealerweise deshalb, weil die Technologie noch nicht ganz ausgereift ist und sich derzeit teilweise noch Bilder unter die Ergebnisse mogeln, die keine Gesichter zeigen. Das berichtet jedenfalls Malte beim GoogleWatchBlog.
Dennoch funktioniert die neue Suchefunktion ganz gut und sucht man nach beispielsweise “Martin”, so ergibt eine ganze Reihe an Bildern, welche Gesichter von Personen namens Martin zeigen. Die Suche ohne den Parameter imgtype=face hingegen liefert auch Bilder von Autos und sonstigen Gegenstaenden.

Der neue Parameter zeigt, wie so viel anderes auch, wie gut Google inzwischen mit unseren Daten jonglieren, diese verarbeiten, selektieren und sortieren kann. Doch die neue Funktion ist noch lange nicht perfekt sondern kann durchaus nochmals ausgebaut werden. So koennte Google schon bald maennliche von weiblichen Gesichtern unterscheiden koennen, eine ungefaehre Altersabschaetzung durchfuehren, Kinder von Erwachsenen unterscheiden, und so weiter.
Vielleicht wird durch Googles geplante Fusion mit sich selbst sogar nochmals eine deutlich bessere Selektion der Ergebnisse moeglich. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Google schon bald ermoeglicht Gesichter von bestimmten Regionen dieser Welt zu suchen und zu finden.

(via gulli.com)

Bundestag will Fingerabdruck im Reisepass

Donnerstag, den 24. Mai 2007

Nun ist es soweit: die vielfach kritisierte Novelle zur Speicherung des Fingerabdrucks als biometrisches Merkmal wurde heute vom Bundestag verabschiedet. Demnach muss von nun an in allen neuen Reisepaessen die Abdruecke der beiden Zeigefinger auf dem integrierten RFID-Chip gespeichert werden. Reisepaesse von Kindern unter 12 Jahre sind davon ausgenommen. Ebenfalls soll das Bild des Inhabers digitalisiert auf dem Chip gespeichert werden. Die Bestimmungen sollen am 1. November 2007 in Kraft treten.

Vor dem Entschluss wurden viele kritische Stimmen laut. Bemaengelt wurde unter anderem von der Datenschutzvereinigung FoeBuD, dass der Ausleseschutz der RFID-Chips leicht knackbar waere und dadurch beispielsweise Drittlaender bei Passkontrollen ohne weitere Probleme schnell grosse Datenbanken anlegen koennten, welche sich dem Einfluss der deutschen Regierung entziehen. Gewarnt wurde vor einem technischen Mega-GAU. Nichts desto trotz war die grosse Koalition der Meinung, dass man diese Bedenken zurueckweisen und die Risiken eingehen koenne. Clemens Binninger, Referent für Innen- und Sicherheitspolitik der CDU/CSU-Fraktion, sprach davon, dass die Datenschuetzer den Staat viel zu negativ sehen wuerden. Durch die biometrischen Daten gaebe es eine groessere Faelschungssicherheit und ausserdem muesse sich Deutschland seinen Standpunkt in Sachen Biometrie sichern. Die Integration der biometrischen Daten in den Reisepass stelle einen wichtigen Schritt auf diesem Gebiet dar, so Binninger.
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