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Outsourcing beim Staat – Der Weg ist endlich frei zur Selbstjustiz

Sonntag, den 13. April 2008

So einfach kann man es sich machen. Sobald einem die Aufgaben ueber den Kopf wachsen gibt man einfach einen Teil davon ab. Bevorzugt natuerlich an jene, die sowieso schon seit langem ganz heiss darauf sind. Ob diese Personen was auf dem Kasten haben, oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. Nachher hat man damit ja eh nichts mehr am Hut. Der moderne Begriff dafuer nennt sich Outsourcing.

Warum soll man es auch nicht machen? Diese Frage ist darf man eigentlich nicht stellen – ist Outsourcing doch voll im Trend! Jeder macht es heutzutage. Ob die Manager grosser Firmen oder nur kleinere Firmen – voellig egal. Nun macht es also auch die Firma “Deutschland”. Outsourcing ist im Trend – definitiv!

Konkret betrifft das den Fall der illegalen Musikdownloads aus dem Netz. Lange Zeit war man ueberfordert damit den massenhaften Klagen der Musikindustrie nachzukommen und diesen Industriezweig zufrieden zu stellen. So sahen sich viele Staatsanwaltschaften der Aufgabe nicht gewachsen. Doch damit ist jetzt Schluss. Es geht kaum noch einfacher als den Weg ueber die Staatsanwaltschaft einfach zu unterbinden und der Musikindustrie damit das Privileg der Selbstjustiz in die Hand zu legen. Streng vertraulich natuerlich! Ab sofort kann diese naemlich im Falle eines konkreten Verdachts einfach und unkompliziert ohne zuvor bei der Staatsanwaltschaft anklopfen zu muessen die Daten der Internetnutzer beim Provider erfragen. Dieser ist dann zur Auskunft verplichtet. Warum eigentlich nicht gleich so?

Dass der Klaeger hier selbst die Beweise liefert und diese nach Strich und Faden manipulieren kann, scheint niemanden ernsthaft zu interessieren. Vielmehr ist man in der Politik der Ueberzeugung der Bundesrepublik damit einen gigantischen Gefallen getan zu haben. Na dann: Prost Mahlzeit!

Btw: Die grosse Koalition war dafuer. FDP, die Linke und die Gruenen waren dagegen. Das allerdings auch nur weil ihnen der Vorschlag etwas zu weitlaeufig war. Wirklich abgelehnt hat den Vorschlag scheinbar niemand. Und jetzt sag mir mal bitte einer wen ich in diesem Land noch waehlen soll …

(via trash-wissen.de)

Tuerkische Schulen und Universitaeten in Deutschland

Freitag, den 8. Februar 2008

Ich dachte ich fall vom Stuhl, als ich das heute hoeren musste: tuerkischsprachige Schulen und Universitaeten in Deutschland gefordert. Das ist genau das was uns noch gefehlt hat. Warum sind wir da nicht selbst drauf gekommen? Statt dessen muss uns erst ein tuerkischer Ministerpraesident wie dieser smarte Herr Tayyip Erdogan darauf aufmerksam machen, dass es fuer die, jetzt haltet euch fest, Integration der Tuerken in Deutschland nur foerderlich sei, in Schulen und Universitaeten in Deutschland auf Tuerkisch zu unterrichten. Na das nenne ich mal eine Aussage.

Wollen wir in diesem Atemzug nicht auch gleich noch in Russisch, Polnisch, Spanisch, Italienisch, Französisch oder eine der sonstigen paar hundert Sprachen unterrichten? Hey, warum nicht einfach mal international werden hier in Deutschland? Wir sind doch eh viel zu verklemmt. Wir holen Menschen mit anderen Sprachen und Kulturen ins Land und verlangen von denen dann auch noch hier Deutsch zu lernen? Sind wir Deutschen denn bekloppt? Wie kann man so etwas von anderen Menschen verlangen?

Ich jedenfalls mach mich jetzt auf die Suche nach einer Universitaet in der Tuerkei, in der auf Deutsch unterrichtet wird. Wenn die von uns sowas fordern, dann sind sie doch sicherlich mit gutem Beispiel voran gegangen und haben das Bildungssystem ihrerseits ausgebaut, so dass sich dort auch Menschen aus anderen Laendern willkommen fuehlen. Mal sehen, was sich da so finden laesst …

Baden-Wuerttemberg – Endlich rauchfrei dank Rauchverbot!

Dienstag, den 31. Juli 2007

Ich kann es kaum glauben, dass sich die Politiker endlich dazu durchgerungen haben ein rauchfreies Deutschland zu schaffen – genauer gesagt zumindest die Moeglichkeit dazu. Eine zweite positive Ueberraschung ist, dass Baden-Wuerttemberg ganz vorne mit dabei ist und ab morgen das Rauchen in Gaststaetten verbietet.

Der genaue Gesetzestext lautet:

§ 7 Rauchfreiheit in Gaststätten

(1) In Gaststätten ist das Rauchen untersagt. Gaststätten im Sinne dieses Gesetzes sind Betriebe, die Getränke oder zubereitete Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle verabreichen, wenn der Betrieb jedermann oder bestimmten Personen zugänglich ist und den Vorschriften des Gaststättengesetzes in der Fassung vom 20. November 1998 (BGBl. I S. 3419) unterliegt. Satz 1 gilt nicht für Bier-, Wein- und Festzelte sowie die Außengastronomie und die im Reisegewerbe betriebenen Gaststätten.

(2) Abweichend von Absatz 1 ist das Rauchen in vollständig abgetrennten Nebenräumen zulässig, wenn und so weit diese Räume in deutlich erkennbarer Weise als Raucherräume gekennzeichnet sind und die Belange des Nichtraucherschutzes dadurch nicht beeinträchtigt werden. Satz 1 gilt nicht für Diskotheken.

(3) Arbeitsschutzrechliche Bestimmungen bleiben unberührt.

Quelle: Auszug aus dem Landesnichtraucherschutzgesetz

Das heisst im Klartext: ab heute kann ich in eine Disko gehen ohne den penetranten Geruch von Zigarettenqualm ertragen zu muessen; ich kann Essen gehen ohne dass meine Kleidung danach direkt in die Waesche befoerdert werden muss und ich kann auch ausserhalb meinen vier Waenden frische Luft einatmen. Wow, das nenne ich mal gelungen.

In diesem Sinne vielen Dank fuer den Nichtraucherschutz. Danke dem Land, dass wir in Baden Wuerttemberg die Vorreiter sein duerfen und vielen Dank dafuer, dass die rauchfreie Zone gesetzlich geregelt ist und daher erzwungen werden darf. Das nenne ich Politik ganz nach meinem Stil – auch wenn man meines Erachtens auf die Zustimmung der Laender haette verzichten koennen. Damit haetten sich wahrscheinlich auch solche Probleme wie weiter oben in Deutschland bei Matthias von vorn herein erledigt gehabt. Eine solche Regelung ist es meines Erachtens durchaus wert global im Bundestag & -rat fuer ganz Deutschland unterzeichnet zu werden. Bei anderen, viel unwichtigeren, Dingen tut man es ja auch – und das taeglich!

Steht auf, wenn ihr fuer Freiheit seid

Mittwoch, den 18. Juli 2007

Freiheit

*ohne Worte*

Das T-Shirt will ich haben. Kann mir wer sagen, wo es das zu kaufen gibt?

Nachtrag:
Habs eben im Netz gefunden. Wer das T-Shirt haben will, kann es sich hier zum Preis von 14.80 Euro bestellen. Von jedem T-Shirt werden 3 Euro an den FoeBuD e.V gespendet. Schicke Aktion!

Nachtrag 2:
Das T-Shirt scheint mir im Nachhinein betrachtet doch etwas hart zu sein. Es wird einfach nicht ersichtlich ob sich das Shirt nicht gegen Rollstuhlfahrer allgemein richtet.
Das macht aber nichts, denn 3D-Supply hat noch einige gute T-Shirts auf Lager. Dieses hier gefaellt mir auch sehr gut. Das trifft meiner Meinung nach auch besser das Thema “Ueberwachung”, welches die T-Shirts ja auch ansprechen sollen.

Ueberwachungsshirt

Ballerspiele fuer den Weltfrieden?

Dienstag, den 17. Juli 2007

Bei SpOn wird vom neusten Ego-Shooter berichtet – “Special Operation 85: Hostage Rescue”. Entwickelt wurde das Spiel im Iran von der “Union of islamic Student Societies”, einem “Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern und jungen Erwachsenen”. Das Ziel des Spiels: Die US-Armee vernichten und zudem jede Menge israelitische Soldaten ins Jenseits befoerdern – Propagana pur!

Die politische Diskussion laesst da natuerlich nicht lange auf sich warten. Auf der einen Seite sieht man das “Killerspiel” als grosse Gefahr – foerdert es doch den Terrorismus geradezu. Auf der anderen Seite hingegen vertritt man eine ganz andere Auffassung. Das Spiel sei nicht als Werbung fuer den Terrorismus und Gewalt zu sehen sondern diene der Selbstlosigkeit, Hingabe und die Verteidigung des Irans. Auf gut Deutsch soll den Jugendlichen einfach schon sehr frueh die Ideologie der gewaltsamen Loesung von Konflikten beigebracht werden. Diese sollen gar nicht erst auf die Idee kommen eine friedliche Loesung zu suchen sondern vom Kindesalter an lernen, dass man lieber gleich die Waffe zueckt und schiesst, was die Waffe hergibt. Selbstverstaendlich nur zum Schutze des Vaterlands – schon klar.

Dies mag eine Loesung sein, jedoch nur dann, wenn es virtuell geschieht. Sobald man diesen Weg auf die Realitaet projektiert wird er schlichtweg falsch. Man kann sich abreagieren und das ist auch vollkommen legitim. Ob man das nun an einem Sandsack tut, auf den man stundenlang einpruegelt, oder ob das virtuell am Computer geschieht sei nun einmal dahingestellt. Jedoch darf man nicht den Fehler machen von der virtuellen Darstellung Rueckschluesse auf die Realitaet zu ziehen. Das war schon immer falsch und wird auch immer falsch sein. Doch bekanntlich wird der Fehler leider sehr haeufig begangen – auch von der Kirche. So viel zum Thema “unfehlbar”.

Was ist also die Loesung des Problems? Man moege sich des Einwegprinzips bedienen und von der Realitaet auf die virtuelle Welt schliessen. Das geht bekanntlich und ist ein vollkommen legitimer Schritt. Fuer die virtuelle Welt kann man sich nun ein Spielprinzip ueberlegen, welches aehnlich dem von “Second Life” ist und kann ab sofort alle kriegersichen Auseinandersetzungen auf kuenstlicher, virtueller Art austragen. Damit schaffen wir den grossen Schritt, den niemand zu gehen gewagt haette – wir schaffen mit Killerspielen den Frieden, welch Ironie. Wenn man das nun nicht nur im Iran und in Israel macht, sondern global ausweitet, dann schaffen wir damit sogar den Schritt zum lang erhofften Weltfrieden.

Doch nicht nur das, denn damit loesen wir noch ganz andere Probleme. Wie oft haben fuehlen sich Menschen vom Krieg eingeaengt, haben keine Lust darauf? Dieser Fall gehoert damit endlich der Vergangenheit an. Waehrend sich die einen online bekriegen, koennen sich die anderen (beispielsweise Forscher) auf ihren Bereich konzentrieren, Forschungen anstellen und einfach ihr Ding machen – und das ohne permanent gestoert zu werden von irgendwelchen kriegssuechtigen und machtgeilen Menschen.

Klingt das nicht fabelhaft?