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Echo 2010: Amazon verschenkt MP3s

Mittwoch, den 3. März 2010

In einer Werbeaktion von Amazon kann jetzt jeder User kostenlos ein MP3-Stueck eines fuer den Echo 2010 nominierten Kuenstlers downloaden. Die Aktion geht bis 04.03.2010. Eine komplette Liste der angebotenen Titel gibt es direkt bei Amazon.

Zu beachten ist der Hinweis am Anfang. Es darf nicht per ein-Klick-Verfahren bestellt werden, sondern auf herkoemmlichem Wege, so dass der Gutscheincode eingegeben werden kann.

Viel Spass beim Durchstoebern und Downloaden! Danke Amazon.

Pidgin verbindet Twitter und Facebook

Donnerstag, den 11. Februar 2010

Pidgin kann einiges und bringt, ein wenig aufbohren vorausgesetzt, Unterstuetzung fuer Twitter und damit auch fuer Facebook mit. Wie man die drei Applikationen unter Ubuntu(!) vernetzen kann will ich im folgenden kurz erlaeutern.

Zunaechst sollte man natuerlich ueber einen Facebook- und einen Twitter-Account verfuegen. Beide sind schnell angelegt, wenn sie noch nicht vorhanden sein sollten. Ebenfalls sollte Pidgin installiert sein. Ist dies nicht der Fall reicht ein einfaches
sudo apt-get install pidgin
in der Konsole um Pidgin aus den Standardquellen zu installieren.

Anschliessend ist es notwendig das Paket pidgin-microblog nachzuinstallieren. Allerdings habe ich dieses nicht in den Ubuntu-Repros gefunden, so dass ich auf das Debian-SID zurueck gegriffen habe. Dort ist das notwendige .deb-Paket zu finden.
Nachdem dies installiert wurde muss Pidgin neu gestartet werden. Es ist dann moeglich ein neues Twitter-Konto hinzuzufuegen.
pidgin-twitterplugin-settings

Nachdem dies geschehen ist sollte unter “Werkzeuge -> Plugins” noch das Plugin “Twitgin” geladen werden, schreibt der Autor des Plugins auf der Plugin-Webseite. Das bewirkt z.B. dass angezeigt wird wie viel der 140 Zeichen pro Tweet noch zur Verfuegung stehen.
Nun ist es moeglich mit Pidgin zu Twittern. Dazu gibt es nun einen neuen Kontakt namens “twitter.com”, den man nur anzuschreiben braucht um seine Nachrichten zu twittern.

Will man nun noch Facebook dazu bringen die aktuellen Tweets als Status einzutragen, dass kann man auf eine von Twitter fuer Facebook entwickelte Applikation zugreifen. Mehr dazu findet sich auf ehow.com. Damit hat man dann Pidgin, Twitter und Facebook miteinander verknuepft und erreicht mit einem Tweet noch mehr Leute wie ueblich.

Ob man’s braucht oder nicht, bleibt jedem selbst ueberlassen! ;)

Microsoft praesentiert – Heute: Richard Feynman

Donnerstag, den 16. Juli 2009

Was lese ich gerade auf Golem: Bill Gates (Microsoft) hat die Rechte an Vorlesungen von Richard P. Feynman erworben und stellt diese _kostenlos_ ins Netz. Das erklaerte Ziel: junge Menschen fuer Naturwissenschaften zu begeistern. Was fuer eine feine Geste!

Das freut mich natuerlich und sofort klicke ich den Link zum sogenannten Tuva-Projekt an, den mir Golem verraet und der mich direkt zu research.microsoft.com fuehrt. Doch was sehen meine Augen? Silverlight? Was zum Henker ist das? Ahh, ein proprietaeres Browserplugin, welches es erlaubt neue _unbedingt benoetigte_ Funktionen zu benutzen, die natuerlich zwangslaeufig notwendig sind um sich den Vortrag von Richard P. Feynmen anzusehen. Wenn das mal nicht meeeega geil ist, dann weiss ich auch nicht. Wie haben das eigentlich die Studenten damals gemacht, die dieses Plugin nicht hatten?

Herrgott, wenn ihr schon was fuer die Jugend tun wollt, dann denkt doch auch mal eine Sekunde an die Leute, die kein Bock haben sich von euch abhaengig zu machen. Und das auch nicht werden wollen, um sich Videos anzusehen, die sowieso frei sein sollten!
Wieso gibt es nicht wenigstens eine unabhaengige Alternative in einem freien Videoformat? Warum muessen es _IMMER_ Microsoft-Produkte sein?
Klar koennt ihr jetzt sagen es handle sich um eine Internetseite von Microsoft und die koennen da tun und lassen was sie wollen. Es wird euch dabei sicherlich niemand widersprechen – auch ich nicht. Doch kann man Microsoft an dieser Stelle ganz klar den Vorwurf machen, nicht an der Jugend interessiert zu sein, so wie sie es scheinheilig vorgeben. Das einzige Interesse von Microsoft ist es ihr Silvergeraet unter die Leute zu bringen und mehr nicht.

Aber ihr macht das nicht mit mir! Dann gibt es eben kein Richard P. Feynman von Microsoft-Servern. Vielleicht landet der Stoff irgendwann einmal auf anderen Webseiten und dann habe ich immer noch die Moeglichkeit mir das anzusehen. Und wenn nicht, dann geht die Welt trotzdem nicht unter.

Allerdings ist die Essenz dieses Vorfalls, dass ich ein weiteres mal zutiefst enttaeuscht bin von Microsoft. Sorry Jungs, aber das habt ihr sauber verbockt!

Nachtrag:
Anderswo macht man sich auch Gedanken zu dem Thema. Bei Open… z.B. ist man ebenfalls der Auffassung, dass es Bill Gates nicht wirklich ernst gemeint haben kann mit seinen guten Absichten. Andere Quellen wie beispielsweise Simoleon Sense machen sich darueber keine Gedanken und fokusieren mehr auf die Person Feynman, so wie es auch eigentlich sein sollte. Schade, dass ich das nicht auch kann, aber das Sivergedoens stoert mich irgendwie dabei …

LiveAndroid – Googles OS auf dem Notebook

Dienstag, den 7. Juli 2009

Golem hat heute darueber berichtet, dass das OS von Google, welches auf den Namen Android hoert, nun in der Version 0.2 veroeffentlicht wurde. Diese Version richtet sich vor allem an Neugierige, die sehen wollen welche Fortschritte das Betriebssystem macht. Fuer den produktiven Einsatz ist diese Version auf jeden Fall _nicht_ geeignet!

Das OS kann hier downgeladed werden und besteht aus den beiden Dateien “liveandroidv0.2.iso.001″ und “liveandroidv0.2.iso.002″, welche zuerst noch zusammen gesetzt werden muessen.
Unter Ubuntu ist das wie folgt moeglich:
cat liveandroidv0.2.iso.001 liveandroidv0.2.iso.002 > liveandroidv0.2.iso

Dieses ISO laesst sich nun in beispielsweise der VirtualBox starten. Beeindruckt bin ich zunaechst einmal von den 15 Sekunden Startzeit, die das OS braucht bis es vollstaendig geladen ist. Danach praesentiert sich Android zunaechst einmal eine Warnung, dass der Akku knapp sei, auch wenn dieser wie in meinem konkreten Fall vollstaendig geladen ist.
android-v0-2-batterynotify

Nachdem man die Meldung akzeptiert hat, praesentiert sich Android wie folgt:
android-v0-2-mainscreen

Mit der Maus kann man navigieren und beispielsweise Einstellungen veraendern, SMS schreiben (auch wenn diese selbstverstaendlich vom PC aus nicht verschickt werden koennen), die Homescreens wechseln, etc.

In der Version funktioniert zwar noch kein Wifi, aber da ich ueber VirtualBox einen Internetzugang bereit gestellt habe, war es mir moeglich bei Google zu suchen. Das Widget macht Vorschlaege fuer die Suche, wie man es von GoogleSuggest her kennt:
android-v0-2-googlesearch

Besonders viel sieht man nicht, mehr kann man denke ich aber von einem knapp 180MB grossen OS, welches erst langsam fuer Netbooks umgeschrieben wird, auch nicht erwarten. Aber der Ansatz gefaellt und es wird sich zeigen wie schnell und wie gut es die Entwickler um Android schaffen, dieses OS fuer die Allgemeinheit attraktiv zu machen.

Falls ihr selbst Android ausprobieren wollt, dann sei euch an dieser Stelle die Kontext-Taste ans Herz gelegt. Diese stellt in der 0.2-Version von Android die Menu-Taste dar.
Viel Spass beim ausprobieren!

Deutschland schaut China in die Karten – Internetzensur jetzt auch bei uns!

Freitag, den 19. Juni 2009

stopp-bka-internetsperre_very_large
Soweit haette es niemals kommen duerfen, aber nun haben wir den Salat: Der Bundestag billigt das Gesetz zur Internetzensur.
Damit hat Ursula von der Leyen Ihre groteken Forderungen entgegen aller Expertenmeinungen durchgeboxt und ein potentielles Zensurmittel in Deutschland installiert. Nebenher hat sie auch noch die Grundlagen geschaffen um Artikel 5, GG auszuhebeln.

Deutschland “hilft” den unfreiwilligen Hauptdarstellern in Kinderpornos, in dem ein Vorhang vor die Szene gezogen wird auf dem steht “Stopp! Hier gibt es nichts zusehen!”. So oder so aehnlich werden die Stopp-Seiten, welche mit dem Gesetz eingefuehrt worden sind, spaeter aussehen und das ist die Philosopie hinter der ganzen Sache.
Es heisst man verfolge das Prinzip “Erst loeschen, dann sperren” und selbstverstaendlich versuche man die Seiten gaenzlich vom Netz zu nehmen bevor man als sozusagen letzte Moeglichkeit das Stopp-Schild vor die Webseite haenge. Jedoch sieht das Gesetz keine vernuenftige Kontrollinstanz vor. Das BKA, welches die Sperren verhaengen soll, wird nicht kontrolliert. Wenn ueberhaupt, dann nur so laecherlich sporadisch, dass einem das Lachen darueber im Halse stecken bleibt. Es ist eine Sperrung ohne irgendein gerichtlichen Beschluss; eine Zensur, die es so bisher in Deutschland noch nicht gegeben hat.
Es wird Symbolpolitik betrieben, die die Kinder als Vorwand benutzt um Grundgesetzartikel zu brechen, die Deutschland vor Zensur schuetzen sollen. Warum dieser Weg genau der falsche ist, beschreibt ein sehr aufschlussreicher Kommentar der Zeitung “Die Zeit“.

Welche Politiker dem Gesetz zugestimmt haben, droeselt ein PDF-Dokument der Linksfraktion auf. Auch auf abgeordnetenwatch.de werden die Stimmen der beteiligten Parteien aufgezaehlt.

Bei der naechsten Bundestagswahl sollte man unbedingt im Hinterkopf behalten, welche Parteien sich gegen die Stimmen von rund 134.000 Menschen gestellt haben, welche allesamt den Mut hatten, sich mit vollem Namen gegen dieses Gesetz zu stellen. Sicherlich war das nur die Spitze des Eisberges, denn lange nicht alle Personen, die gegen das Gesetz waren und immer noch sind, werden bei der ePetition mitgemacht haben.

Drueben beim Gedankenblog fragt man sich, welche Parteien noch waehlbar sind. Ich denke diese Frage kann man nur fuer sich selbst beantworten, in dem man sich mit diesem Thema auseinander setzt. Gute Ansaetze liefert meines Erachtens die Piratenpartei, die hoffentlich noch viele Unterstuetzer findet um bei der Bundestagswahl auf der Liste zu stehen. Die Patei hat Potential und wird, obwohl sie nur eine Nische abdeckt, zusehens wichtiger um der grossen Koalition bzw. den grossen Parteien SPD, CDU und CSU endlich mal das Handwerk zu legen.