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Jan
22

Ubuntu: Dual-Head ohne X-Server-Neustart

By Fabi  //  Linux, Ubuntu  //  1 Comment

Leider bietet Ubuntu Intrepid Ibex immer noch keine Moeglichkeit einen zweiten Bildschirm im laufenden Betrieb an- und abzustoepseln und darauf entsprechend zu reagieren. So kann der Benutzer leider nicht im laufenden Betrieb in den Dual-Head-Modus wechseln, wenn er zuvor im Single-Head-Modus unterwegs war. Wenn man es genau nimmt ist es kein Problem von Ubuntu selbst, sondern vom X-Server.

Ich habe mir ueberlegt, wie man vielleicht doch eine einigermassen akzeptable Loesung realisieren kann, bei der es nach Moeglichkeit nicht notwendig ist, den X-Server neu zu starten. Dies laesst sich in der Tat realisieren, wenn auch mit einigen Tricks. Im Folgenden zeige ich, wie ich es in meinem System umgesetzt habe.

Wichtig ist zudem zu sagen, dass ich eine Nvidia-Grafikkarte benutze und den proprioritaeren Treiber nvidia benutze. Ich habe keine Informationen darueber, ob sich der von mir eingeschlagene Weg auch mit anderen Grafikkarten nachvollziehen laesst.

Vorarbeit

Ihr solltet eine Sicherung eurer X-Server-Konfigurationsdatei xorg.conf (Ort: /etc/X11/xorg.conf) anlegen. Dies erleichert es euch, bei fehlgeschlagenen Versuchen zur Not wieder die bisherige Konfiguratinsdatei zu laden.

Weiterhin solltet ihr euren X-Server mit angeschlossenem externen Monitor starten und das grafische Tool nvidia-settings bemuehen, um herauszufinden, wie eure angeschlossenen Geraete bezeichnet werden. Diese sind unter eurer Grafikkarte (in den meisten Faellen wohl “GPU-0 – Grafikkartenname” verzeichnet.
Bei mir sieht das so aus:

nvidia-x-server-einstellungen.png

Wichtig ist jetzt die interne Bezeichnung, also DFP-0 fuer den Notebookbildschirm (auch LPL genannt), sowie DFP-1 fuer den externen Monitor, in meinem Beispiel vom Typ Samsung SyncMaster. Der externe Monitor kann dabei folgende Typenbezeichnungen haben: CRT, DFP und TV Dazu kommt jeweils noch eine laufende Nummer. Je nach Anschlussart ist der Name unterscheidlich, also muesst ihr die Bezeichnung auf jeden Fall nachschauen, denn diese Bezeichnung brauchen wir spaeter noch!

X-Server manipulieren

Nun muessen wir dem X-Server bei jedem Start vorgaukeln, dass wir uns im Dual-Head-Modus befinden und dass immer(!) ein externer Monitor angeschlossen ist, auch wenn wir diesen im laufenden Betrieb ab- und wieder anstoepseln. Dazu sucht ihr in eurer X-Server-Konfigurationsdatei nach der Section “Screen”. Diese erweitern wir nun um ein paar Einstellungen:

Option "TwinView" "True"
Option "TwinViewXineramaInfoOrder" "DFP-0"
Option "ConnectedMonitor" "DFP-0, DFP-1" # Achtung: Ueberschreibt alle vom X-Server automatisch erkannten Geraete!
Option "metamodes" "DFP-0:1440x900,DFP-1:NULL"

Was wir damit bewirken ist, dass der X-Server, dank der Einstellung ConnectedMonitor, immer davon ausgeht, dass sowohl der interne Bildschirm (im Beispiel DFP-0) als auch der externe Bildschirm (im Beispiel DFP-1) angeschlossen sind. Zudem befindet sich der X-Server im TwinView, also im Dual-Head-Modus. Der Clou besteht nun darin mittels den metamodes den externen Monitor auszuschalten, d.h. mit nur einem aktiven Bildschirm zu starten. Mit den metamodes lassen sich moegliche Aufloesungen festlegen. Es ist wichtig an dieser Stelle nur eine einzige Moeglichkeit zu waehlen um den X-Server dazu zu zwingen diese Einstellung zu laden. Der Versuch mehrere metamodes zu definieren, um zwischen diesen mit Ubuntu-Hausmitteln wechseln zu koennen, ist bei mir fehlgeschlagen. Soweit ich richtig informiert bin, ist dies auch nicht moeglich aufgrund den Einschraenkungen des X-Servers.

Startet man den X-Server nun neu, so startet er zwar im Dual-Head-Modus, jedoch mit nur einem aktiven Bildschirm. Die Arbeitsflaeche ist in dem Beispiel dann genau 1440×900 Pixel gross, also genau so gross wie wir es in der metamodes definiert haben. Diese Einstellung muesst ihr natuerlich eurem System anpassen!

Achtung: Es ist wichtig, dass ihr beim Laden des X-Servers den externen Monitor angesteckt habt, da nur dann die richtige Aufloesung eures externen Monitors erkannt wird. Lasst ihr den Monitor beim Laden des X-Servers abgesteckt, so stehen hoechstens 640×480 Pixel zur Verfuegung!

Die Einstellungen in der X-Server-Konfigurationsdatei erlauben es nun, im laufenden Betrieb mittels dem grafischen Tool nvidia-settings den externen Monitor von seinem Schlaf erwachen zu lassen, und die beiden Bildschirme beliebig zu positionieren, wie man es auch sonst gewohnt ist. Dazu genuegt es in oben genanntem Tool unter “X Server Display Configuration” den externen Monitor auswaehlt und die Aufloesung (engl: Resolution) auf Auto setzt. Danach muss die Einstellung nur noch akzeptiert werden und schon wird der externe Monitor aktiv.

Ergaenzende Informationen

Die von mir vorgeschlagene Methode eignet sich besonders dann, wenn man normalerweise ohne externen Bildschirm startet und diesen spaeter zusaetzlich zuschalten moechte. Die Methode laesst sich jedoch auch umgekehrt verwenden, d.h. um mittels dem Metamode zunaechst beide Bildschirme zu aktivieren und gegebenfalls spaeter den externen Monitor zu deaktiveren. Dabei empfiehlt es sich aber sehr von der Option TwinViewXineramaInfoOrder Gebrauch zu machen und damit die Panels immer dem Notebookmonitor zuzuweisen. Denn dann kann bei einem Start ohne externen Monitor noch auf das Panel zugegriffen werden. Setzt man diese Einstellung nicht, kann es sein, dass der nicht angeschlossene externe Monitor die Panels zugewiesen bekommt. Dann kann der Benutzer nicht mehr ohne weiteres auf die Panels zugreifen.

Durch das Ueberschreiben der automatisch erkannten weiteren Monitore mittels der Option ConnectedMonitor, ist es nur moeglich Monitore zu betreiben, die die gleiche Bezeichnung bekommen. Schliesst man noch einen dritten Monitor an, oder einen Monitor, der eine andere Bezeichnung bekommt, so muss man die X-Server-Konfigurationsdatei neu anpassen und damit auch den X-Server mindestens einmal neu starten, um die Einstellung temporaer oder dauerhaft zu uebernehmen. Ausserdem muss dann unbedingt die X-Server-Konfigurationsdatei mit den neuen Einstellungen ueberschrieben werden. D.h. fuer Personen, die haeufig unterschiedliche externe Monitore an Ihre Notebooks anschliessen, eignet sich diese Moeglichkeit nicht.

Ich wuensche euch viel Spass beim Ausprobieren. Ich hoffe es klappt bei euch so gut, wie es bei mir klappt!

Dez
15

Ubuntu Intrepid Ibex: Pulseaudio entfernen zerstoert X11-Session

By Fabi  //  Linux, Ubuntu  //  1 Comment

Ich hatte eben das Problem, dass ich das Paket pulseaudio deinstalliert habe und prompt konnte ich micht nicht mehr unter Gnome anmelden. Die Fehlermeldung lautete: Couldn’t exec /usr/bin/pulse-session: No such file or directory.

Nach einiger Recherche kam ich auf die Loesung. Man darf pulseaudio nicht einfach mit einem simplen sudo apt-get remove pulseaudio entfernen, sondern muss die purge-Option benutzen, da sonst die Datei /etc/X11/Xsession.d/70pulseaudio im System zurueckbleibt und diese beim Aufrufen nicht prueft ob, der Pfad /usr/bin/pulse-session existiert.
Beim Entfernen des pulseaudio-Pakets wird dieser jedoch entfernt und so entsteht der Fehler, welcher zur Folge hat, dass man sich nur noch abgesichtert in Gnome anmelden kann.

Hat man pulseaudio nun ohne purge-Option entfernt, so installiert man pulseaudio nochmals mittels sudo apt-get install pulseaudio und entfernt es anschliessend wieder mittels sudo apt-get remove --purge pulseaudio.

Dann sollte man sich wieder normal unter Gnome anmelden koennen.

Dez
3

Acer Aspire 7720G – Lautstaerkeregler umpolen unter Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex

By Fabi  //  Linux, Ubuntu  //  No Comments

Es gibt einen einfachen Weg den Lautstaerkeregler unter Ubuntu umzupolen bzw. zu verdrehen/vertauschen. Im Normalfall ist der Regler so geschalten, dass eine Drehbewegung zum Benutzer hin die Lautstaerke erhoeht, eine Drehbewegung vom Benutzer weg in Richtung Bildschirm hingegen die Lautstaerke verringert.

Ich persoenlich bin der Meinung, dass es genau umgekehrt sein sollte um eine intuitive Bedienung zu gewaehrleisten. Wer dies an seinem Notebook aendern moechte, fuer den habe ich ein paar Screenshots davon geknippst, wie vorzugehen ist.

Zunaechst ruft man die Einstellungen der Tastenkombinationen (Shortcuts) auf: System -> Einstelluingen -> Tastenkombinationen. Dort findet man unter “Audio” die Tastenkuerzel fuer “Lauter” und “Leiser”. Diese sehen nach einer normalen Ubuntuinstallation so aus:
ubuntu-shortcut-volume-1.png

Um die beiden Tastenkuerzel zu vertauschen klickt man sie nacheinander an. Nach jedem Klick auf das Tastenkuerzel erscheint der Text “Neue Tastenkombination”, welcher dazu auffordert eine neue Tastenkombination einzugeben. Nun drückt man jeweils auf die Loeschen-Tast und erhaelt folgendes Resultat:
ubuntu-shortcut-volume-2.png

Sind beide Eintraege deaktiviert klickt man sie erneut hintereinander an und dreht das Scrollrad bei “Lauter” von sich selbst weg und beim Tastenkuerzel “Leiser” analog dazu zu sich hin. Das Ergebnis ist folgendes Bild:
ubuntu-shortcut-volume-3.png

Fertig! Nun verhaelt sich der Lautstaerkeregler genau umgekehrt zu vorhin.

Getestet unter Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex

Nov
22

PulseAudio Fix in Ubuntu Intrepid Ibex fuer Flash-Videos

By Fabi  //  Linux, Ubuntu  //  No Comments

Eben musste ich feststellen, dass bei Flash-Videos, welche ich im im Firefox 3 Browser abspielte, kein Sound ertoente. Dieser Fehler laesst sich mittels dieser Anleitung beheben. Scheinbar stimmte irgendwas mit der Alsa-Audio-Einstellung nicht. Unter PulseAudio laeuft der Sound jetzt jedenfalls perfekt!

Meine Audio-Einstellungen (System -> Einstellungen -> Audio) sehen nun wie folgt aus:
audio-einstellungen-pulseaudio.png

Nov
16

Pidgin – Dateiversand via ICQ

By Fabi  //  Linux, PC, Ubuntu  //  3 Comments

Der Dateiversand von einem ICQ-Account (via Pidgin betrieben) zu einem anderen ICQ-Account (mit der ICQ-Software betrieben) funktioniert dann, wenn man die Einstellung Konten -> Verwalten -> ICQ -> Bearbeiten -> Erweitert -> Benutzer immer den AIM/ICQ Proxyserver für Dateiuebertragungen und Direkt-IM (langsamer, aber zeigt Ihre IP-Adresse nicht) aktiviert.

pigdin-icq-einstellungen.png

Getestet mit der Pidgin-Version: 2.5.2 (unter Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex)

(via ubuntu-forum.de)

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