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Pidgin verbindet Twitter und Facebook

Donnerstag, den 11. Februar 2010

Pidgin kann einiges und bringt, ein wenig aufbohren vorausgesetzt, Unterstuetzung fuer Twitter und damit auch fuer Facebook mit. Wie man die drei Applikationen unter Ubuntu(!) vernetzen kann will ich im folgenden kurz erlaeutern.

Zunaechst sollte man natuerlich ueber einen Facebook- und einen Twitter-Account verfuegen. Beide sind schnell angelegt, wenn sie noch nicht vorhanden sein sollten. Ebenfalls sollte Pidgin installiert sein. Ist dies nicht der Fall reicht ein einfaches
sudo apt-get install pidgin
in der Konsole um Pidgin aus den Standardquellen zu installieren.

Anschliessend ist es notwendig das Paket pidgin-microblog nachzuinstallieren. Allerdings habe ich dieses nicht in den Ubuntu-Repros gefunden, so dass ich auf das Debian-SID zurueck gegriffen habe. Dort ist das notwendige .deb-Paket zu finden.
Nachdem dies installiert wurde muss Pidgin neu gestartet werden. Es ist dann moeglich ein neues Twitter-Konto hinzuzufuegen.
pidgin-twitterplugin-settings

Nachdem dies geschehen ist sollte unter “Werkzeuge -> Plugins” noch das Plugin “Twitgin” geladen werden, schreibt der Autor des Plugins auf der Plugin-Webseite. Das bewirkt z.B. dass angezeigt wird wie viel der 140 Zeichen pro Tweet noch zur Verfuegung stehen.
Nun ist es moeglich mit Pidgin zu Twittern. Dazu gibt es nun einen neuen Kontakt namens “twitter.com”, den man nur anzuschreiben braucht um seine Nachrichten zu twittern.

Will man nun noch Facebook dazu bringen die aktuellen Tweets als Status einzutragen, dass kann man auf eine von Twitter fuer Facebook entwickelte Applikation zugreifen. Mehr dazu findet sich auf ehow.com. Damit hat man dann Pidgin, Twitter und Facebook miteinander verknuepft und erreicht mit einem Tweet noch mehr Leute wie ueblich.

Ob man’s braucht oder nicht, bleibt jedem selbst ueberlassen! ;)

HowTo: Kile als Editor fuer ConTeXt benutzen

Donnerstag, den 31. Dezember 2009

Kile ist ein toller Editor, allerdings bevorzugt fuer LaTeX und nicht von Haus aus fuer ConTeXt. Aber das laesst sich aendern. Das folgende HowTo soll zeigen wie.

Highlighting

Kile kennt von Haus aus kein Syntax-Highlighting fuer ConTeXt. Aus diesem Grund muss man Kile das erst beibringen. Auf kde-files.org bietet hippodriver eine XML-Datei an, welche die notwenigen regulaeren Ausdruecke beinhaltet, die Kile ConTeXt lehren.
Diese Datei gilt es downzuloaden und in dem Verzeichnis ~/.kde/share/apps/katepart/syntax abzulegen. Ich habe die Datei im unter dem Dateinamen context.xml gespeichert. Wenn ihr einen anderen Namen verwendet muesst ihr die folgenden Schritte anpassen.

Danach gilt es die Datei mit einem Texteditor eurer Wahl zu oeffnen und dort in der dritten Zeile extensions=”*.tex;” mit extensions=”*.ctex;” zu ersetzen. Das sorgt dafuer, dass Kile tex-Dateien (LaTeX) von ctex-Dateien (ConTeXt) unterscheiden kann. Macht ihr diesen Schritt nicht, so beharrt Kile darauf, dass tex-Dateien stets LaTeX-Dateien sind, was das Highlighting zerstoert. Die Konsequenz ist, dass ihr eure ConTeXt-Dateien von nun ab mit der Dateiendung .ctex versehen muesst, wenn ihr wollt, dass diese von Kile korrekt erkannt werden sollen.
Wisst ihr eine Moeglichkeit, wie man Kile davon ueberzeugen kann, dass auch Dateien mit einer .tex-Endung mit ConTeXt-Regeln behandelt werden sollen, dann meldet euch bitte bei mir. Ich habe leider keine Moeglichkeit dazu gefunden.

Nachdem ihr das soweit gemacht habt, sollte Kile in der Lage sein eure ctex-Dateien korrekt als ConTeXt-Dateien zu interpretieren und entsprechend zu highlighten. Das war Schritt 1.

Vervollstaendigen

Was jetzt noch fehlt ist es Kile beizubringen wie die ConTeXt-Begriffe zu vervollstaendigen sind. Diese fuegt ihr in Kile unter Settings -> Configure Kile … -> Kile -> Complete -> Tex/LaTeX hinzu. Dazu klickt ihr auf Add … und waehlt dort context-document aus.
Ich habe an dieser Stelle noch den Haken vor latex-document entfernt, da ich nur mit ConTeXt arbeite und die Vorschlaege fuer LaTeX fuer mich daher nur stoerend waren. Wir ihr das handhabt bleibt euch ueberlassen.
Jedenfalls sollte Kile jetzt automatisch versuchen eure Eingaben zu vervollstaendigen.

Jetzt sollte nicht mehr im Weg stehen was euch daran hindern sollte Kile als Editor fuer ConTeXt zu benuzen. Wenn ihr noch Fragen oder Anmerkungen habt, dann schreibt einen Kommentar. Viel Spass mit Kile und ConTeXt!

HowTo: ConTEXt um die Module “t-amsl” bzw. “t-nath” erweitern

Samstag, den 26. Dezember 2009

UPDATE:
Unten beschriebene Loesung ist nicht mehr zu empfehlen. In den Kommentaren wird eine einfachere Loesung gezeigt. Klicke hier um zu dieser Loesung zu kommen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Aditya Mahajan.
ENDE UPDATE:

Willst du in ConTEXt beispielweise Spaltenvektoren (column-vectors) schreiben, so kannst du nicht wie in Latex ueblich einfach so auf die Array-Umgebung zugreifen, sondern du brauchst dazu das Modul t-amsl.
Bei mir war, aus welchen Gruenden auch immer, dieses Modul in der Standardinstallation von ConTEXt nicht vorhanden. Es war daher nicht moeglich den folgenden Code, der einen Spaltenvektor erzeugt, ohne Fehler zu kompilieren:

\usemodule[t-amsl]
\starttext
\startformula
\left(
\startarray{l}
1\\2\\3
\stoparray
\right)
\stopformula
\stoptext

Einen Ausweg aus dieser Misere bietet das Modul t-amsl. Wenn bei dir obriger Code ebenfalls den Fehler “system: module t-amsl not found! [...] Undefined control sequence. l.XX \startarray” erzeugt, dann musst du oben genanntes Modul nachladen und manuell installieren. Dazu gehst du wie folgt vor:

Lade dir das Modul beispielsweise hier herunter. Anschliessend kopierst du es nach ~/texmf/tex/context/maths. Gegebenenfalls musst du diese Ordnerstruktur erzeugen. Nun musst du in deinem Dokument das Modul nur noch laden und kannst es daraufhin verwenden.
Damit sollte es moeglich sein oben genannten Code ohne Fehler zu kompilieren. Well done, Dude!

Ubuntu Karmic Koala: wxMaxima wieder zum Laufen bekommen

Samstag, den 31. Oktober 2009

Nach dem Update auf Ubuntu 9.10 Karmic Koala funktionierte bei mir wxMaxima nicht mehr. Beim Versuch die Wurzel aus zwei auszurechnen, quitierte wxMaxima das mit der Fehlermeldung:
(%i1) sqrt(2);
Universal error handler called recursively (:ERROR NIL
CONDITIONS::CLCS-UNIVERSAL-ERROR-HANDLER
""
"Couldn't protect")
Universal error handler called recursively (:ERROR NIL
CONDITIONS::CLCS-UNIVERSAL-ERROR-HANDLER
"" "Couldn't protect")
Maxima encountered a Lisp error:
Error in CONDITIONS::CLCS-UNIVERSAL-ERROR-HANDLER [or a callee]: Caught fatal error [memory may be damaged]
Automatically continuing.
To reenable the Lisp debugger set *debugger-hook* to nil.

Anscheinend handelt es sich dabei um ein Problem mit der neuen GCC-Version. So zumindest wird das in der Fehlerbeschreibung bei launchpad.net vermutet.

Abhilfe hilft es zunaechst Maxima zu deinstallieren. Danach laed man sich von Hand die Pakete Maxima (Version: 5.17.1-1) und wxMaxima (Version: 0.8.3a-2) von Debian Sid herunter und installiert zuerst manuell Maxima und im Anschluss wxMaxima. Die Hinweise auf neuere oder aeltere Pakete in den normalen Paketquellen muss man dabei ignorieren. Danach sollte wxMaxima wieder laufen wie gewohnt und der Fehler behoben sein. Wann die offiziellen Paketquellen allerdings die richtigen Pakete liefern, kann ich auch nicht genau sagen. Derzeit jedenfalls funktionieren diese nicht.

Ubuntu: VirtualBox und USB

Donnerstag, den 22. Oktober 2009

Will man unter Ubuntu mit VirtualBox auf ein USB-Geraet zugreifen, so bedarf es einiger Schritte um VirtualBox korrekt einzurichten.
Zunaechst einmal sei gesagt, dass VirtualBox OSE dafuer nicht ausreicht. Das heisst konkret, dass die Paketquellen von Ubuntu erweitert werden muessen. Sun Microsystems, Entwickler von VirtualBox, bietet dazu fuer auf Debian basierende Betriebssysteme (dazu zaehlt auch Ubuntu) dazu folgende Moeglichkeit:
wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc -O- | sudo apt-key add -
Diese Zeile sorgt dafuer, dass Ubuntu die Fremdquelle, welche von Sun bereit gestellt wird, einbindet. Achtung: Fremdpakete koennen das System gefaehrden. Bitte installiere nur was du fuer sicher erachtest!

Nachdem die Quelle eingebunden wurde ist es uns moeglich VirtualBox 3.0 zu installieren. Dazu tippst du folgende Zeile in ein Terminal:
apt-get install virtualbox-3.0
Bei Rueckfragen der Installation kannst du die voreingestellten Antworten benutzen. Diese sorgen beispielsweise dafuer, dass der alte VirtualBox-Treiber korrekt deinstalliert wird, usw.

virtualbox_3_about

Danach startest du VirtualBox und wirst ggf. gefragt ob du die alten Einstellungen uebernehmen willst. Dies ist vermutlich erwuenscht, bei mir war es das jedenfalls.
Nun bist du bezueglich der Software auf dem neusten Stand. Es gilt nun noch den USB-Support zu aktivieren. Dazu klickst du im VirtualBox-Hauptfenster mit der rechten Maustaste auf dein gewuenschtes Betriebssystem, welches USB-Support erhalten soll, waehlst “Aendern…” und aktivierst dann unter “USB” die Optionen “USB-Controller aktivieren” und “USB-2.0-Controller aktivieren”. Damit weiss VirtualBox, dass dieses Betriebssystem generell Zugriff bekommen soll auf die USB-Geraete.

virtualbox_3_usb_einstellungen

Nun musst du noch Ubuntu so einrichten, dass du als User die Rechte hast unter VirtualBox USB-Geraetschaften einzubinden. Dazu rufst du deine User- und Gruppenverwaltung auf und traegst dich selbst in der Gruppe “vboxusers” ein. Nur wenn du Mitglied dieser Gruppe bist wirst du spaeter USB-Geraete einbinden koennen. Merke dir ausserdem die Gruppennummer. Bei meinem System ist das die Nummer 124.
Nachdem du nun Teil der Gruppe bist, bist du fast schon fertig. Es folgt nun noch eine kleine Aenderung der Datei /etc/fstab. Du musst diese Datei noch um folgenden Eintrag erweitern:
none /proc/bus/usb usbfs devgid=124,devmode=664 0 0
ACHTUNG: Die Nummer 124 steht hier fuer die Gruppennummer der Gruppe “vboxusers”, welche wir vorhin bearbeitet haben. Sollte diese Gruppennummer bei dir anders sein, so ersetze sie bitte durch deine Gruppennummer.
Alternativ kannst du die Gruppennummer auch mittels folgendem Befehl abfragen:
grep vboxusers /etc/group
Das Ergebnis bei mir ist beispielsweise “vboxusers:*:124:fabi”, wobei 124 fuer die Gruppennummer der Gruppe steht.

Nun musst du in der Konsole nur noch mount -a ausfuehren, damit die Datei /etc/fstab neu eingelesen wird. Nachdem das geschehen ist kannst in VirtualBox ueber das Menu -> Geraete -> USB-Geraete deine Geraetschaften aktivieren oder deaktivieren und damit in dein Gastsystem einbinden, oder eben nicht. Ganz wie du willst.

virtualbox_3_usb_geraete_einbinden

Ich wuensche dir viel Spass dabei!