Browsing articles in "Klartext"
Aug
4

Deutsche Verlage liegen falsch …

… wenn sie der Auffassung sind, dass Google Geld bezahlen sollte um ihre Inhalte zu indizieren. Doch genau das fordern sie.

Eigentlich ist es ja absurd. Google beschert diesen Seiten tausende Besucher am Tag. Diese Besucher sehen sich die Werbung an und die Verlage profitieren davon. Eigentlich eine Symbiose wie sie schoener nicht sein koennte. Doch nun reihen sich die Verlage in die Reihen der Musikindustrie und anderen geldgeilen Industrien ein und wollen mehr. Immer mehr und noch mehr wollen sie.

Liebe Verlage, bitte schaut doch mal in eure Logs. Wie viele User kommen von Google? Und ihr koennt euch echt leisten diese Leserschaft zu verlieren? Ich bitte euch. Ach und wenn dem so ist, dann darf ich euch gerne mit robots.txt vertraut machen. Damit sollte euch geholfen sein. Nur zu, bedient euch – es ist kostenlos. Sperrt Google aus und verliert eure Leser. Aber haltet doch bitte endlich euren Rand.

Jul
31

welt.de aus News-Reader verbannt

Neulich habe ich davon berichtet, dass mir die Overlay-Video-Werbung von welt.de wahnsinnig auf die Nerven geht. Ich habe mich in der Zwischenzeit per eMail an die Redaktion gewandt und hinterfragt ob sie diese Form der Werbung aufrecht erhalten wollen und ihnen in Aussicht gestellt dass sie mich, sollten sie an dieser Werbeform festhalten, als Leser verlieren werden.

Da ich auch nach zwei Wochen Warten keine Antwort bekommen habe verabschiede ich mich dann mal von welt.de in meinem RSS-News-Feed. Weiss jemand geeignete Alternativen im Bereich Technik/Wissenschaft?

Jun
19

Google und die leidige WLAN-Affaere

Also ich habe mich bisher ja aus der Affaere rund um das Datenschutzdillema in Verbindung mit Google Street View herausgehalten, aber jetzt muss ich mich doch mal einmischen und eine Lanze für Google brechen. Wie bekannt hat Google beim Aufzeichnen der Bilder fuer ihr Street-View-Projekt auch Standorte von WLAN-Stationen aufgezeichnet um seinen Nutzern auch ohne GPS eine ungefaehre Standortbestimmung zu ermoeglichen. Das ist ja jetzt ein alter Hut. Dass sie dabei, ob versehentlich oder nicht, auch WLAN-Daten aufgezeichnet und gespeichert haben, ist auch nichts neues. Auch dass sich Google fuer alles oeffentlich entschuldigt und die Aufzeichnungen eingestellt hat, sollte bekannt sein. So weit so gut. Nur darf Google die Daten nicht loeschen, weil verschiedene Datenschuetzer und Regierungen, die sonst uebrigens meist fuer Loeschen sind, die Daten einsehen wollen. Und was ist das Ergebnis? – Google hat auch Passwoerter und eMail-Inhalte gespeichert. Wirklich, echt, ganz ehrlich! Das gibt es hier nachzulesen.

Das ist ja der Hammer! Irre. Muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen … Google, du bist so boese! Damit hat ja keiner rechnen koennen, also wirklich nicht. Auch Passwoerter. Ihr fiesen … mir fehlen die Worte! [/Ironie]

Und dafuer hat es jetzt Experten gebraucht, die das auswerten? Ich weiss gar nicht ob ich lachen oder weinen soll. Wer so, entschuldigt aber anders kann man es nicht sagen, _dumm_ ist und sich ueber ein ungesichertes(!!!) WLAN einwaehlt und dann auch noch Dienste benutzt, die Passwoerter im Klartext(!!!) versenden einsetzt, der braucht sich nicht beschweren dass ihn jemand abhoert. Kinder, was soll der Scheiss? Wenn ihr keine Ahnung von Technik habt, dann lasst die Finger davon oder informiert euch vorher. Und jammert hinterher nicht permanent rum, dass ihr dies oder jenes nicht gewusst habt und wie boese doch die anderen sind. Ich kann es nicht mehr hoeren!

Mai
9

Welt.de – Overlay-Werbung nervt

Also was ich ja gar nicht leiden kann ist extrem schlecht platzierte Werbung. Welt.de hat diesbezueglich gerade den Vogel abgeschossen und mir folgende Werbung praesentiert:

welt-de-video-werbung

Das Ding ist ein waschechtes Video mit Bild und Ton(!) und bedeckt den kompletten Text. Dazu speichere ich keine Cookies und bekomme diese Werbung bei jedem(!) Seitenaufruf auf Welt.de praesentiert. Ironischerweise mit dem Text “Nach einem kurzen Spot geht’s weiter …”. Dreister geht es ja wohl kaum noch, oder?

Ich lese ja normalerweise gern deren Artikel und habe auch verschiedene Feeds abonniert, nur wenn die diese Form der Werbung nicht zuegigst wieder abstellen, dann ist Welt.de fuer mich gestorben.

Aug
21

Gewinnsparen bei der Volksbank – einmal nachgerechnet!

By Fabi  //  Klartext  //  3 Comments

Beschaeftigt man sich mit dem sogenannten Gewinnsparen der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Wuerttemberg, so findet man auf der Webseite eine Zahl, die fuer ein Gewinnspiel gar nicht so schlecht aussieht. Dort steht geschrieben

Ihre Gewinnchance auf einen unserer Hauptgewinne beträgt ca. 1:2.600.

Quelle: http://www.vr-gewinnsparen.de/

Mich verleitete das dazu mal genau nachzusehen was denn eigentlich so alles als Hauptgewinn gezaehlt wird. So wuerde ich hier fuendig. Mir sei eine kleine Nebenbemerkung erlaubt: Untitled Document ist kein guter Titel, liebe Volksbank ;)
Die Hauptgewinne sind demnach:

2 x Mercedes-Benz SLK 200
3 x Mercedes-Benz C 180

Geldhauptgewinne:
1 x 25.000 Euro
2 x 10.000 Euro
5 x 2.500 Euro
25 x 1.000 Euro und
über 150 x 250 Euro

Quelle: http://www.vr-gewinnsparen.de/Inhalte/gewinne.htm

Der SLK 200 kostet im Moment ca. 33.000 Euro und der C 180 ca. 20.000 Euro. Das zumindest behaupten die grossen Automobilanlaufplaetze im Internet.
Jedenfalls kommen wir damit auf geschaetzte 246.000 Euro, verteilt auf mindestens 188 Hauptpreise.

Nun brauchen wir noch eine Angabe darueber wie viele Leute bei dem Spiel ueberhaupt mitmachen. Dazu habe ich keine konkreten Angaben gefunden, jedoch koennen wir die Zahlen durch einen kleinen Umweg leicht herausfinden – zumindest fuer das Jahr 2008. Denn von jedem Los landen pro Monat 50 Cent in einem Topf, der spaeter fuer gute Zwecke verwendet wird. Was fuer eine tolle Geste, die uns zudem noch einen wahnsinnigen Vorteil verschafft.
Denn daraus koennen wir, sobald wir wissen wieviel letztes Jahr gespendet wurde, zurueckrechnen, wie viel Teilnehmer letztes Jahr dabei waren beim Gewinnsparen. Gluecklicherweise nennt uns die Volksbank diese Summe auf deren Webseite: 2.647.224 Euro.
Rechnen wir das nun um auf die Anzahl der teilnehmenden Lose kommen wir auf durchschnittlich 441.204 Lose im Jahr 2008.

Diese Zahl soll uns nun als Grundlage fuer die weitere Berechnung dienen, wohlwissend, dass es letztes Jahr vielleicht nicht die gleiche Anzahl an Hauptgewinne gab. Doch um dieses Argument schnell gegenpruefen zu koennen haben wir ja unsere Gewinnchance auf einen Hauptgewinn. Diese betraegt, wie oben schon genannt, 1:2600 (= 0.0003846153846153846).
Pruefen wir nun unsere eigenen Zahlen damit nach, so kommen wir auf eine Gewinnchance auf einen Hauptgewinn von 188:441204 (= 0.00042610674427249074) oder rund 1:2400 (= 0.0004166666666666667). Unsere Zahlen scheinen also relativ genau zu stimmen.
Stammt die Hauptgewinnquote aus den Zahlen des Jahres 2008, was ich leider nicht nachpruefen konnte, so muss es damals rund 169 Hauptgewinne gegeben haben. Denn 169:441204 (= 0.00038304276479814327) kommt ziemlich genau an die Quote 1:2600.

Doch schauen wir nochmals genau auf die sogenannten Hauptgewinne. Ist euch aufgefallen, dass die 188 Hauptgewinne sich zu fast 80% aus den 250-Euro-Gewinnen zusammensetzen? Ich meine was ist schon ein 250-Euro-Gewinn im Vergleich zu einem Mercedes SLK 200? Oder anders ausgedrueckt: ist der Gegenwert des Autos mit rund 33.000 Euro nicht 132 mal (!) so viel wie der 250-Euro-Gewinn? Erstaunlich, nicht wahr?

Nun rein aus Interesse will ich nachpruefen wie genau sich die Gewinnchance ergibt, wenn wir die 250-Euro-Gewinne mal aussen vor lassen. In unserer Vorstellung bestehen die Hauptgewinne nun also nicht mehr aus 188 sondern nur noch aus 38 Einzelhauptgewinnen. Dadurch ergibt sich eine Quote von 38:441204 (=0.00008612795894869493) oder rund 1:11.600 (= 0.00008620689655172413).
Bemerkenswert, was ein paar laecherliche 250-Euro-Gewinne da ausrichten koennen.

Ich denke wir brauchen uns nichts vorzumachen. Die Quote mit den 250-Euro-Gewinnen sieht einfach viel besser aus. Klar haette man die auch zu den Kleingewinnen zaehlen koennen. Aber dann wuerde die Hauptgewinnquote lange nicht so gut aussehen.

Fazit

Vielleicht verstehen es die Leute angesichts dieses Artikels, wenn ich ihnen sage, dass auch das Gewinnsparen und das heimliche Hoffen auf einen der wirklichen Hauptgewinne, und damit meine ich nicht die 250-Euro-Gewinne, doch etwas mehr dem Lotto aehnelt, als es uns die Volksbank weissmachen will.

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