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Gewinnsparen bei der Volksbank – einmal nachgerechnet!

Freitag, den 21. August 2009

Beschaeftigt man sich mit dem sogenannten Gewinnsparen der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Wuerttemberg, so findet man auf der Webseite eine Zahl, die fuer ein Gewinnspiel gar nicht so schlecht aussieht. Dort steht geschrieben

Ihre Gewinnchance auf einen unserer Hauptgewinne beträgt ca. 1:2.600.

Quelle: http://www.vr-gewinnsparen.de/

Mich verleitete das dazu mal genau nachzusehen was denn eigentlich so alles als Hauptgewinn gezaehlt wird. So wuerde ich hier fuendig. Mir sei eine kleine Nebenbemerkung erlaubt: Untitled Document ist kein guter Titel, liebe Volksbank ;)
Die Hauptgewinne sind demnach:

2 x Mercedes-Benz SLK 200
3 x Mercedes-Benz C 180

Geldhauptgewinne:
1 x 25.000 Euro
2 x 10.000 Euro
5 x 2.500 Euro
25 x 1.000 Euro und
über 150 x 250 Euro

Quelle: http://www.vr-gewinnsparen.de/Inhalte/gewinne.htm

Der SLK 200 kostet im Moment ca. 33.000 Euro und der C 180 ca. 20.000 Euro. Das zumindest behaupten die grossen Automobilanlaufplaetze im Internet.
Jedenfalls kommen wir damit auf geschaetzte 246.000 Euro, verteilt auf mindestens 188 Hauptpreise.

Nun brauchen wir noch eine Angabe darueber wie viele Leute bei dem Spiel ueberhaupt mitmachen. Dazu habe ich keine konkreten Angaben gefunden, jedoch koennen wir die Zahlen durch einen kleinen Umweg leicht herausfinden – zumindest fuer das Jahr 2008. Denn von jedem Los landen pro Monat 50 Cent in einem Topf, der spaeter fuer gute Zwecke verwendet wird. Was fuer eine tolle Geste, die uns zudem noch einen wahnsinnigen Vorteil verschafft.
Denn daraus koennen wir, sobald wir wissen wieviel letztes Jahr gespendet wurde, zurueckrechnen, wie viel Teilnehmer letztes Jahr dabei waren beim Gewinnsparen. Gluecklicherweise nennt uns die Volksbank diese Summe auf deren Webseite: 2.647.224 Euro.
Rechnen wir das nun um auf die Anzahl der teilnehmenden Lose kommen wir auf durchschnittlich 441.204 Lose im Jahr 2008.

Diese Zahl soll uns nun als Grundlage fuer die weitere Berechnung dienen, wohlwissend, dass es letztes Jahr vielleicht nicht die gleiche Anzahl an Hauptgewinne gab. Doch um dieses Argument schnell gegenpruefen zu koennen haben wir ja unsere Gewinnchance auf einen Hauptgewinn. Diese betraegt, wie oben schon genannt, 1:2600 (= 0.0003846153846153846).
Pruefen wir nun unsere eigenen Zahlen damit nach, so kommen wir auf eine Gewinnchance auf einen Hauptgewinn von 188:441204 (= 0.00042610674427249074) oder rund 1:2400 (= 0.0004166666666666667). Unsere Zahlen scheinen also relativ genau zu stimmen.
Stammt die Hauptgewinnquote aus den Zahlen des Jahres 2008, was ich leider nicht nachpruefen konnte, so muss es damals rund 169 Hauptgewinne gegeben haben. Denn 169:441204 (= 0.00038304276479814327) kommt ziemlich genau an die Quote 1:2600.

Doch schauen wir nochmals genau auf die sogenannten Hauptgewinne. Ist euch aufgefallen, dass die 188 Hauptgewinne sich zu fast 80% aus den 250-Euro-Gewinnen zusammensetzen? Ich meine was ist schon ein 250-Euro-Gewinn im Vergleich zu einem Mercedes SLK 200? Oder anders ausgedrueckt: ist der Gegenwert des Autos mit rund 33.000 Euro nicht 132 mal (!) so viel wie der 250-Euro-Gewinn? Erstaunlich, nicht wahr?

Nun rein aus Interesse will ich nachpruefen wie genau sich die Gewinnchance ergibt, wenn wir die 250-Euro-Gewinne mal aussen vor lassen. In unserer Vorstellung bestehen die Hauptgewinne nun also nicht mehr aus 188 sondern nur noch aus 38 Einzelhauptgewinnen. Dadurch ergibt sich eine Quote von 38:441204 (=0.00008612795894869493) oder rund 1:11.600 (= 0.00008620689655172413).
Bemerkenswert, was ein paar laecherliche 250-Euro-Gewinne da ausrichten koennen.

Ich denke wir brauchen uns nichts vorzumachen. Die Quote mit den 250-Euro-Gewinnen sieht einfach viel besser aus. Klar haette man die auch zu den Kleingewinnen zaehlen koennen. Aber dann wuerde die Hauptgewinnquote lange nicht so gut aussehen.

Fazit

Vielleicht verstehen es die Leute angesichts dieses Artikels, wenn ich ihnen sage, dass auch das Gewinnsparen und das heimliche Hoffen auf einen der wirklichen Hauptgewinne, und damit meine ich nicht die 250-Euro-Gewinne, doch etwas mehr dem Lotto aehnelt, als es uns die Volksbank weissmachen will.

+491378100063 – Someone’s calling you …

Mittwoch, den 29. Juli 2009

Heute um kurz nach 12 schaue ich auf mein Handy und sehe ein verpassten Anruf von +491378100063 oder auch 01378100063 (Inlandsnummer). Na schoen denke ich mir, da hat dich jemand nicht erreicht. Gerade will ich zurueck rufen, faellt mir ein, dass 0137 keine Handynummer ist. Nein, es handelt sich um eine Sonderrufnummer und die sind in der Regel kostenpflichtig.
Doch warum zum Teufel ruft mich eine Sonderrufnummer an? Das macht mich stutzig und ich rufe vorerst einmal nicht zurueck.

Zu Hause angekommen setze ich mich an mein Notebook und befrage die Seite mit den bunten Buchstaben. Was lese ich da (whocallsme.com)? Ruft man die Nummer zurueck, so soll dort von einem Gewinnspiel die Rede sein. Also wenn sich das nicht verdaechtig anhoert. Und zudem soll kein Firmenname genannt werden, d.h. man weiss nicht mit dem man es zu tun hat.
Mein Verdacht, dass etwas nicht stimmt, scheint sich zu bestaetigen. Hier versucht mich offensichtlich jemand abzuzocken. Das lasse ich nicht auf mir sitzen!

Ich recherchiere wer die Nummern vergibt und werde fuendig. Die Bundesnetzagentur (kurz BNetzA) ist dafuer zustaendig und bietet passenderweise auch noch ein Formular an, welches es ermoeglicht einen Missbrauch zu melden. Ich mache mich also daran diesen Antrag auszufuellen und sende ihn per eMail an die BNetzA. Gleichzeitig schildere ich das Geschehene, verlinke auf die anderen empoerten Mitbuerger bei whocallsme.com und warte seit dem auf eine Antwort.
Die Bundesnetzagentur wird sich den Fall anschauen und mir hoffenlich alsbald Bescheid geben.

Derzeit bin ich der Meinung, dass es sich bei dem Anruf um einen sogenannten Ping-Anruf handelt, welcher dazu verleiten soll, die Nummer zurueck zu rufen. Ich habe das gluecklicherweise nicht getan und werde mich auch davor hueten.
Inzwischen bin ich auch ueber datenmissbrauch.info auf die betruegerischen Absichten aufmerksam geworden. Dort wird ebenfalls vor dieser Nummer gewarnt.

Es bleibt abzuwarten was die BNetzA schreibt. Derzeit bin ich ziemlich sicher, dass sich hinter der Nummer eine Betruegerbande versteckt. Ob es stimmt wird sich zeigen wenn die BNetzA auf meine eMail antwortet.

Microsoft praesentiert – Heute: Richard Feynman

Donnerstag, den 16. Juli 2009

Was lese ich gerade auf Golem: Bill Gates (Microsoft) hat die Rechte an Vorlesungen von Richard P. Feynman erworben und stellt diese _kostenlos_ ins Netz. Das erklaerte Ziel: junge Menschen fuer Naturwissenschaften zu begeistern. Was fuer eine feine Geste!

Das freut mich natuerlich und sofort klicke ich den Link zum sogenannten Tuva-Projekt an, den mir Golem verraet und der mich direkt zu research.microsoft.com fuehrt. Doch was sehen meine Augen? Silverlight? Was zum Henker ist das? Ahh, ein proprietaeres Browserplugin, welches es erlaubt neue _unbedingt benoetigte_ Funktionen zu benutzen, die natuerlich zwangslaeufig notwendig sind um sich den Vortrag von Richard P. Feynmen anzusehen. Wenn das mal nicht meeeega geil ist, dann weiss ich auch nicht. Wie haben das eigentlich die Studenten damals gemacht, die dieses Plugin nicht hatten?

Herrgott, wenn ihr schon was fuer die Jugend tun wollt, dann denkt doch auch mal eine Sekunde an die Leute, die kein Bock haben sich von euch abhaengig zu machen. Und das auch nicht werden wollen, um sich Videos anzusehen, die sowieso frei sein sollten!
Wieso gibt es nicht wenigstens eine unabhaengige Alternative in einem freien Videoformat? Warum muessen es _IMMER_ Microsoft-Produkte sein?
Klar koennt ihr jetzt sagen es handle sich um eine Internetseite von Microsoft und die koennen da tun und lassen was sie wollen. Es wird euch dabei sicherlich niemand widersprechen – auch ich nicht. Doch kann man Microsoft an dieser Stelle ganz klar den Vorwurf machen, nicht an der Jugend interessiert zu sein, so wie sie es scheinheilig vorgeben. Das einzige Interesse von Microsoft ist es ihr Silvergeraet unter die Leute zu bringen und mehr nicht.

Aber ihr macht das nicht mit mir! Dann gibt es eben kein Richard P. Feynman von Microsoft-Servern. Vielleicht landet der Stoff irgendwann einmal auf anderen Webseiten und dann habe ich immer noch die Moeglichkeit mir das anzusehen. Und wenn nicht, dann geht die Welt trotzdem nicht unter.

Allerdings ist die Essenz dieses Vorfalls, dass ich ein weiteres mal zutiefst enttaeuscht bin von Microsoft. Sorry Jungs, aber das habt ihr sauber verbockt!

Nachtrag:
Anderswo macht man sich auch Gedanken zu dem Thema. Bei Open… z.B. ist man ebenfalls der Auffassung, dass es Bill Gates nicht wirklich ernst gemeint haben kann mit seinen guten Absichten. Andere Quellen wie beispielsweise Simoleon Sense machen sich darueber keine Gedanken und fokusieren mehr auf die Person Feynman, so wie es auch eigentlich sein sollte. Schade, dass ich das nicht auch kann, aber das Sivergedoens stoert mich irgendwie dabei …

Petition gegen Netzsperren – Schlussspurt ist angesagt!

Montag, den 15. Juni 2009

Noch bis morgen kann die ePetition “Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” vom 22.04.2009 mitgezeichnet werden. Derzeit haben die Petition 124276 Personen mit ihrem vollen Namen unterschrieben. Solltet ihr noch nicht dazu gehoeren, dann habt ihr noch diese letzte Chance.

Sehr viele Informationen und Meinungen zu dem Thema Netzsperren und warum diese dem Netz schaden, findet ihr bei Datenschutzbeauftragter-Online.de.

Ich bin gespannt wie viele Menschen die Petition wohl noch unterzeichnen werden. Auf geht’s in den Schlussspurt!

Deine Stimme zaehlt: Wahlzulassung der Piratenpartei fuer die Bundestagswahl 2009

Samstag, den 13. Juni 2009

Der eine oder andere von euch hat diesen Namen vielleicht auf der Europawahlliste gelesen: PIRATEN. Der Name mag etwas, nun sagen wir komisch anmuten, aber ich kann euch versichern, dass hinter dieser Partei nicht die Piraten stecken, die Augenklappen tragen und andere Schiffe ueberfallen.
Das Ziel dieser jungen aufstrebenden Partei, die in Deutschland bei der Europawahl 0,9% der Stimmen holte und damit die staerkste Partei derjenigen war, die zum ersten Mal angetreten sind, kann hier im Detail nachgelesen werden. Ich moechte das jetzt nicht alles ausfuehren, denn ich bin der Meinung, dass das die Piratenpartei auf ihrer Webseite schon ganz ordentlich macht.

Piratenpartei Slogan: Freiheit schuetzt man nicht, indem man sie abschafft!

Mir geht es mehr darum die Leute darauf zu sensibilisieren, dass ihr die Moeglichkeit habt diese Partei auch in die Bundestagswahl zu befoerdern. Dazu haben die Piraten vor geraumer Zeit eine Aktion gestartet, bei der sie Unterschriften sammeln. Solltet ihr die Ziele der Partei befuerworten und euch mit dieser Partei, wenn auch nur teilweise, identifizieren koennen, so sei euch die Ueberlegung bei der Unterschriftenaktion mitzumachen ans Herz gelegt.

Derzeit hat die Partei rund 75% der Stimmen, die benoetigt werden, gesammelt. Es verbleiben weitere 41 Tage fuer die Wahlzulassung. Also wenn ihr mit dem Gedanken spielt, bei der Unterschriftenaktion mitzumachen, dann solltet ihr euch so bald wie moeglich den Vordruck fuer euer Bundesland downloaden damit eure Stimme auch rechtzeitig ankommt.