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Garmin und Linux – eine Hassliebe?

Freitag, den 8. Mai 2009

Garmin benutzt zumindest auf einem Teil den von Ihnen hergestellten Navigationsgeraeten Linux. Daher ist bekannt, dass Garmin Linux kennt. Warum allerdings keine, aber auch gar keine Software entwickelt wird, die auf Linxu basierenden Betriebssystemen laeuft, ist eine Frage zu der ich keine zufriedenstellende Antwort finden konnte. Daher habe ich mal beim Support nachgehakt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ist es mir möglich Ihr Produkt auf einem auf Linux basierenden Betriebssystem (in meinem Fall Ubuntu) zu mounten? Verbinde ich mein Nuvi mit meinem PC, so passiert nichts, ausser, dass das Nuvi seinen Akku laed.

Da das Geraet nun nicht mehr das juengste ist gehe ich fest davon aus, dass Sie inzwischen nicht nur die Windows’ler, sondern auch uns Unix’ler mit entsprechender Software verpflegt haben.

Im Moment ist es mir aber leider nicht einmal moeglich das Nuvi zu mounten, so wie es unter Windows der Fall ist. D.h. ich habe noch nichtmal die Möglichkeit per Massenspeicher auf das Nuvi zuzugreifen und das sollte ja wohl mindestens funktionieren! Der POILoader, etc. sollte ebenfalls fuer auf Linux basierende Betriebssysteme zur Verfuegung stehen.

Dass Sie Linux nicht abgeneigt sind, zeigt sich da Sie dies auf Ihren Geraeten verwenden. Warum also bieten Sie sonst keine Unterstuetzung fuer uns Unix’ler?

Ich danke Ihnen fuer Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Gruessen,
Fabian Mueller

Ich bin gespannt was von denen zurueck kommt!

Nachtrag:
Garmin hat wahnsinnig schnell reagiert. Leider nicht wie erhofft und auch nur mit einer Standardantwort. Leider bringt mich die Antwort auch nicht weiter.

Sehr geehrter Herr Müller,

derzeit wird von uns nur Software für Windows- und Mac-Systeme angeboten. Eine Linux-Implementierung ist aktuell nicht geplant.

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bitte überprüfen Sie, ob Ihnen die untenstehenden Antworten bereits weiterhelfen.

Titel: Welche Betriebssysteme werden von MapSource unterstützt?
Link: http://garmin.custhelp.com/cgi-bin/gps_nav.cfg/php/enduser/std_adp.php?p_faqid=75&p_created=1169720026

Titel: Gibt es MapSource auch für andere Betriebssysteme, z.B. Mac OS oder Linux?
Link: http://garmin.custhelp.com/cgi-bin/gps_nav.cfg/php/enduser/std_adp.php?p_faqid=217&p_created=1171553935

Titel: Beim Überspielen von Daten der Topo erhalte ich eine Fehlermeldung. Was kann ich tun?
Link: http://garmin.custhelp.com/cgi-bin/gps_nav.cfg/php/enduser/std_adp.php?p_faqid=80&p_created=1170260704

Hat irgendjemand von euch Unix’lern da draussen in der weiten Welt das gleiche Problem wie ich und es vielleicht beheben koennen? Ich wuerde mich ueber eine Loesung sehr freuen!

LG Arena – fehlerhafte Firmware und die Folgen

Mittwoch, den 6. Mai 2009

Seit einiger Zeit bin ich stolzer Besitzer des LG KM900 Arena. Ich waere mit dem Geraet wirklich sehr zufrieden, wenn die Firmware funktionieren wuerde.
Bisher ist dies jedoch leider nicht der Fall, weshalb sich etliche User im Internet vollkommen zurecht aufregen. Gut, man muss dazu sagen, dass das LG bisher nur einen knappen Monat auf dem Markt ist. Dennoch gab es bis vor kurzem noch keine Ankuendigung einer neuen Firmware als Reaktion von LG zu sicherlich zahlreichen eMails von genervten Kunden. Mehr dazu steht hier, hier und hier.

Nun aber gibt es Neuigkeiten: o2 hat laut diversen Quellen im Intenet den Verkauf des Handys eingestellt, weil sich zu viele Kunden ueber die magelhafte Firmware beschwert haben sollen. Will man das Geraet auf der o2-Webseite ordern, so bekommt man nur folgende Fehlermeldung:
o2-lg-km900-arena-verkaufsstopp_0.png

Laut thomi1960 soll es auch nicht moeglich sein das Geraet in den verschiedenen o2-Shops in Deutschland zu kaufen.

Das uebt eine Menge Druck auf LG, den Hersteller des Telefons, aus, da o2 ein Grossabnehmer ist und nun zahlreiche Geraete weniger verkauft. LG reagiert daraufhin und stellt eine neue Firmware in Aussicht.
Das ist doch interessant, oder? Zahlreiche Kunden beschweren sich und es passiert zumindest nach aussen hin nichts. Nun kommt o2 und beschwert sich und auf einmal geht scheinbar doch etwas voran.

Fuer mich war die aktuelle Situation Grund genug mich bei o2 fuer diesen Schritt zu bedanken.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe heute erfahren, dass Sie das LG KM900 Arena derzeit nicht mehr verkaufen, da dieses zahlreiche Maengel in der Firmware aufweist, welche seitens LG bisher nicht behoben wurden.

Ich begruesse Ihre Entscheidung ausdruecklich, da Sie damit erheblichen Druck auf LG ausueben, welchen Ihre Kunden in der Form niemals haetten ausueben koennen. Sie als Grossabnehmer des LG KM900 Arena haben hier wesentlich bessere Moeglichkeiten, als jeder einzelne Ihrer Kunden, den Handyhersteller LG zum Handeln zu zwingen.

Ich hoffe Sie halten den Verkaufsstopp aufrecht bis LG eine funktionierende(!) Firmware auf den Markt bringt. Ich bitte Sie instaendig darum die neue Firmware zu pruefen bevor Sie das Geraet wieder zum Verkauf freigeben um Ihren Kunden jeglichen Aerger mit dem Geraet zu ersparen.

Die aktuelle Maengelliste koennen Sie hier einsehen: http://www.handy-faq.de/forum/lg_km900_arena_forum/71118-lg_arena_km900_bugs_fehler_nervt.html

Bitte ueberpruefen Sie bei der aktualisierten Firmware, sobald diese von LG veröffentlicht wird, ob saemtliche Fehler behoben wurden. Falls dem nicht so sein sollte bitte ich Sie entweder den Verkaufsstopp aufrecht zu erhalten bis LG wiederum mit einer hoffentlich funktionieren Software aufwartet, oder aber zumindest einen erneuten Verkaufsstopp in Aussicht zu stellen um LG weiter unter Druck zu halten.

Bitte leiten Sie im Support diese eMail intern an die zustaendige Stelle
weiter. Vielen Dank!

Mit freundlichen Gruessen,
Fabian Mueller.

Ich bin gespannt ob mir o2 antwortet und wie lange es dauern wird, bis das Update fertig gestellt ist. Ich glaube jedoch, dass LG mit Hochdruck an einer neuen Firmware arbeiten wird, da sonst dank o2 massenhaft Geraete nicht verkauft werden.

Wir werden sehen was die Zukunft bringt!

Zivildienstleistender auf der erfolglosen Suche nach ermaessigtem Bahnticket

Sonntag, den 16. November 2008

Vor ca. einem Monat habe ich mich auf ein interessantes Experiment eingelassen: Reisen mit der Bahn! Eigentlich kein Problem sollte man denken, aber es kam alles anders als erwartet und die Bahn erweist sich als schwieriger Partner in Sachen Kommunikation.

Doch ich will nicht gleich mit der Tuer ins Haus fallen und daher die zu Grunde liegende Situation schildern.
Im Moment bin ich Zivildienstleistender und daher befaehigt Bahntickets fuer Privatfahrten mit 25% Ermaessigung zu loesen. Dies soll laut Bahn und Bundesamt fuer Zivildienst (im Folgenden mit “BAZ” abgekuerzt) ganz einfach am Ticketautomaten zu bewerkstelligen sein. Doch wie es der Teufel will ist es eben nicht so einfach. Das Loesen der ermaessigten Bahntickets hat mich vor ein enormes Problem gestellt.

Selbstverstaendlich habe ich mich vor meiner Reise im Internet schlau gemacht wie ich Bahntickets in der ermaessigten Variante loesen kann. Dabei bin ich auf den Hinweis “Automaten Buchungsprozess” vom BAZ gestossen. In der verlinkten PDF-Datei wird beschrieben wie man als Zivildienstleistender ein Ticket zu loesen hat. Nach genau dieser Beschreibung bin ich nun auch vorgegangen.

Am Automaten angekommen kam ich ohne Probleme bis zum dem Punkt, welcher in der PDF-Datei unter Punkt 8 beschrieben ist. Doch stand in der Spalte “Gesamtpreis Hin- und Rueckfahrt 1 Person” nur “Verbundtarif” jedoch kein Preis. Auch die Auswahl einer der Fahrtermine brachte mich nicht weiter – ein Preis wurde nicht angezeigt. Es gab lediglich den Hinweis “Bitte druecken Sie ‘Abbruch’ und dann die Schaltflaeche rechts oben”, doch auch dort kam ich nicht weiter.
Schlussendlich kaufte ich das Ticket zaehneknirschend ohne die 25% Ermaessigung und machte mich kurz darauf daran die Bahn auf den Fehler hinzuweisen. So schrieb ich eine eMail, welche ich euch nicht vorenthalten moechte:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin derzeit Zivildienstleistender und habe als solcher versucht verguenstigte Tickets bei Ihnen am Automaten zu erwerben. Dazu habe ich mich im Voraus informiert, wie dies an den Automaten funktioniert und bin beim Internetauftritt des BAZ (Bundesamt fuer Zivildienst) fuendig geworden. Dort wird eine Anleitung [siehe Q1] angeboten, nach der ich dann auch vorgegangen bin.

Bitte nehmen Sie sich das oben genannte PDF-Dokument zur Hand um der folgenden Darstellung folgen zu koennen.

Es haben alle Schritte wie angegeben funktioniert, bis ich zum 8 Schritt gekommen bin. Dort stand in der Spalte “Gesamtpreis Hin- und Rueckfahrt 1 Person” in jeder der angebotenen Fahrterminspalten “Verbundtarif. Bitte druecken Sie ‘Abbruch’ und dann die Schaltflaeche rechts oben” [siehe auch A1]. Dies weicht von der Darstellung des BAZ ab.
Waehlte ich einen Tarif aus, so bekam auch nicht wie bei Schritt 9 der BAZ-Anleitung die Moeglichkeit den Normalpreis auszuwaehlen, sondern ich hatte lediglich die Wahl “Reisedaten aendern”, “Zurueck”, “Hilfe” sowie
“Abbruch” [siehe auch A2]. Auch ein Abbruch und die Schaltflaeche rechts oben, auf welche ich verwiesen wurde, brachte mich nicht weiter. Dort gab es keine mir bekannte Moeglichkeit den Sondertarif fuer Zivildienstleistende
auszuwaehlen und 25% Ermaessigung zu erhalten.

Bitte klaeren Sie mich darueber auf wie ich in diesem Fall an meine 25% Ermaessigung komme, da mich diese Missere fuer Hin- und Rueckfahrt schon 2,40 Euro gekostet hat und ich nicht bereit bin in der Zukunft erneut
auf meine Ermaessigung verzichten zu muessen.
Es ist mir uebrigens nicht moeglich an einen Schalter zu gehen, da es bei unserem Bahnhof keinen Schalter gibt – zumindest keinen der um diese Zeit noch besetzt waere. Ich bin also zwingend auf den Automaten angewiesen.

Mit freundlichen Gruessen,
Fabian Mueller.

P.S.: Bitte entschuldigen Sie die schlechte Aufnahmequalitaet der Fotos. Ich habe diese mit meiner Handykamera aufgenommen, da dies der einzige Fotoapparat war der mir zur Verfuegung stand. Die schwarzen Punkte sind nicht nachtraeglich eingefuegt, sondern waren in dieser Art und Weise auf dem Display zu sehen. Vermutlich hatte das Display dort schadhafte Stellen.

P.P.S.: Die ganze Geschichte trug sich in Meckenbeuren bzw. Aulendorf zu. Beide Staedte liegen in Baden-Wuerttemberg. Es handelte sich nicht um eine dienstliche Fahrt, sondern um eine Privatfahrt.

Quellen:
[Q1] http://www.zivildienst.de/lang_de/Content/de/Downloads/Z__Downloads/Oeff-Automaten-Buchungsprozess.html

Anhang:
[A1] Bilddatei – DSC000357.JPG
[A2] Bilddatei – DSC000356.JPG

Im Folgenden gibt es hier noch die beiden Fotos aus dem Anhang der eMail:
[A1] dsc00357.jpg

[A2] dsc00356.jpg

Rund einen Monat spaeter reagierte die Bahn mit folgender eMail:

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Es tut uns leid, dass Sie bei der Buchung am Fahrkartenautomaten Probleme hatten.

Seit dem 1.10. können sich Zivildienstleistende und Bundeswehrsoldaten am Automaten über den Einstieg “bahn.corporate Firmenkunden”, “Besondere Personengruppen” ein ermäßigtes Tickets (25%) ziehen. Die Identifikation erfolgt lediglich m Zug per Zivildienst-Ausweis.

Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, rufen Sie uns bitte an. Sie erreichen uns unter der Rufnummer 01805 194 195 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk ggf. abweichend) täglich rund um die Uhr.

Wir freuen uns, Sie wieder als Gast begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
[...]

Auf gut Deutsch versucht man mir in der Antwort zu erklaeren, dass ich genau so vorgehen soll, wie ich vorgegangen bin, um mir die verguenstigten Tickets zu loesen!? Dabei habe ich doch in meiner eMail beschrieben, dass genau dieser Weg nicht funktioniert. Versteht man bei der Bahn nun etwa kein Deutsch mehr oder habe ich mich so undeutlich ausgedrueckt? Dabei habe ich mir so viel Muehe gegeben meine Darstellung narrensicher zu formulieren. Scheinbar hat das leider nicht so ganz geklappt …

Schade, schade, liebe Bahn! So kann man die Kunden auch vergraulen. Ich jedenfalls werde die Bahn so weit es geht meiden – auch wenn ich 25% bekommen wuerde. Aber einloesen kann ich die 25% ja leider nicht!

Lindt: Hot Grenadine – hot im Geschmack, hot im Preis!

Sonntag, den 13. April 2008

Eine (beinahe) normale Situation an der Kasse in der Handelskette Edeka bei uns im Ort:
Ich lege einen Radiergummi, einen Bleistift und eine Tafel Schokolade auf das Foerderband an der Kasse. Es piepst dreimal und stolz nennt mir die Kassiererin den Preis: 4,18 Euro.

Ich schlucke erstmal. Was zum Teufel war da so teuer frage ich die Verkaeuferin. Ich gebe zu beim Einkauf nicht auf den Preis geachtet zu haben was zweifelsohne mein Fehler war. Aber bei dem Preis muss es sich doch um einen Fehler der Kassiererin gehandelt haben, oder etwa nicht? Ich bin siegessicher und lege ein sueffisantes Grinsen auf als die Verkaeuferin genervt die einzelnen Posten aufzaehlt:

Der Radiergummi kostet 99 Cent, der Bleistift 49 Cent und die Tafel Schokolade 2 Euro 70.

*rumms* Meine Kinnlade hat den Boden erreicht und beinahe ein Loch in selbigen gestanzt. 2,70 Euro fuer eine Tafel Schokolade – spinnen die? Doch was soll ich jetzt machen? Ein Rueckzieher kommt nicht in Frage. Ich bin ein Mann und stehe zu meinen Fehlern. Ich hoere mich noch sagen “Ach soooo, klaaar!” und schon blaettere ich unwillentlich die 5 Euro hin. Ein paar Sekunden spaeter bin ich raus aus dem Laden und froh an der frischen Luft zu sein.

Ersteinmal verdraenge ich das eben Geschehene, will gar nichts mehr darueber wissen. Doch zuhause angekommen geht es nicht mehr lange bis mir die Tafel Schokolade wieder in den Sinn kommt. Ich schaue sie an. Sie laechselt mich an und meint zu mir: Iss mich!
“Rueckgaengig kann man es jetzt sowieso nicht mehr machen”, denke ich mir, als ich anfange die Tafel Schokolade auszupacken. Kurze Zeit spaeter schiebe ich mir ein kleines Stueck davon in den Mund. Ein herrlicher Geschmack raubt mir die Sinne. Wahnsinn! Auch jedes weitere Stueck ist ein Genuss. Die Schokolade ist ein echter Traum!

Bei diesem wunderbaren Produkt, das inzwischen vollends von mir verspeist wurde, handelte sich um eine Schokoladentafel von Lindt namens “Hot Grenadine“. Eine Tafel Schokolade, die himmlisch gut schmeckt, aber daemonisch teuer ist. Pro Gramm verlangt Lindt bei dieser Schokolade knappe 2 Cent. Das war Grund genug mich mal beim Kundenservice anzuklopfen um mich zu erkundigen was denn genau der Anlass dafuer ist, warum die Tafel Schokolade zu einem solchen Horrorpreis verkauft wird.

Meine eMail an den Support:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor ein paar Tagen habe ich mir eine Tafel Schokolade aus Ihrer “Hot”-Reihe gekauft. Ich habe mich relativ spontan zu einer Tafel des Typs “Hot Grenadine” entschieden. Die Entscheidung fuer eines Ihrer Produkte traf ich nicht nur aufgrund der schoen gestalteten Verpackung, sondern weil ich mit Lindt im allgemeinen sehr gute geschmackliche Erfahrungen verknuepfe.

Nachdem ich die Packung zuhause geoeffnet hatte fiel mir zunaechst Ihre Kartonbeigabe auf. Auf diesem Stueck Karton haben Sie Informationen zu allen Produkten aus Ihrer “Hot”-Reihe vermerkt und wollen, so meine Schlussfolgerung, den Kunden dazu anregen noch mehr von Ihrer Schokolade zu kaufen. Aus Ihrer Sicht ist das selbstverstaendlich ein sehr kluger und intelligenter Schachzug, da der Kunde, der schon einmal eine Tafel Schokolade aus dieser Reihe gekauft hat, sicherlich auch noch mehr Schokolade kaufen wird. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit dafuer relativ hoch. Was ich jedoch an dieser Stelle bemaengeln muss, ist dass der Karton extrem fest und dick ist. Ich habe mir ueberlegt, dass dies hoechstwahrscheinlich eine Massnahme zum Schutz vor Bruch Ihrer wertvollen Schokolade darstellt, moechte dies aber gerne von Ihnen bestaetigt wissen. Dennoch, auch wenn ich mit meiner Vermutung Recht haben sollte, bin ich der Meinung, dass dieser Karton schlichtweg ueberdimensioniert ist. Machen Sie den Karton doch nur halb so dick und schon koennen Sie zwei Schachteln mit der gleichen Menge Karton verstehen. Die Umwelt wird es Ihnen danken!

Was mir ebenfalls ein Dorn im Auge war, ist der vergleichsweise hohe Kaufpreis. Es ist mir durchaus bewusst, dass Sie mit dieser Schokolade die gehobene Klasse an Kaeufern ansprechen wollen, jedoch finde ich 1,80 Euro fuer 100g Schokolade bzw. 2,70 Euro fuer die 150g Packung doch sehr ueberteuert. Leider habe ich keine Angaben aus zuverlaessigen Quellen, aber ich bin mir sicher, dass Sie diese Schokolade zu einem deutlich geringeren Preis abgeben koennten. Leider bin ich ebenso nicht informiert, wie gut Sie mit dem derzeitigen Preis am Markt ankommen, jedoch kann ich Ihnen versichern, dass ich die Schokoloade oefers kaufen
wuerde, wenn Sie nicht derartig ueberteuert waere. Auch fuer spontane Andenken wuerde mir Ihre Schokolade zusagen, jedoch nicht bei diesem Preis. Von Ihnen wuerde ich gerne erfahren, wie Sie diesen Preis rechtfertigen. Ist es schlichtweg eine Orientierung an der gehobenen, gut betuchten Klasse der Gesellschaft oder ist die Produktion dieser Schokolade tatsaechlich so teuer, dass dies den hohen Verkaufspreis rechtfertigen koennte?

Ich freue mich auf Ihre Antwort mit aussagekraeftigen Fakten und Zahlen.

Insoweit verbleibe ich mit freundlichen Gruessen,
Fabian Mueller.

Kaum ist die eMail raus, male ich mir die Antwort aus. Sie wird mehr einer Werbung als einer anstaendigen und ehrlichen Antwort gleichen. Mir fallen die Stichworte “Qualitaet”, “Hochwertigkeit”, “Guete”, “Preis-Leistung”, usw. ein.

Viele(!) Tage spaeter erreicht mich die Antwort des Kundensupports, die ich gerne zitieren moechte:

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort. Wir freuen uns über die Reaktionen unserer Kunden, denn sie zeigen die Verbundenheit zwischen ihnen und dem Hause Lindt.

Lindt & Sprüngli ist ein Premiumanbieter im Schokoladenmarkt mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch. Qualität heißt in Falle der Tafel-Schokoladen auch, dass alle Produkte ohne Beschädigung von der Produktionsstätte zum Konsumenten gelangen. Dazu verwenden wir die von Ihnen erwähnte Pappeinlage zur Transportsicherung.

Unserer Produkte unterscheiden sich von der “normalen” Konsumschokolade durch die hohe Qualität und sind darum auch teurer. Der Name Lindt & Sprüngli steht seit über 160 Jahren für Schweizer Schokoladekultur im Premium-Bereich. Wir verwenden ausschließlich Spitzenqualität bei den Rohstoffen. Unsere Kakaosorten kommen zum Beispiel aus den besten Anbaugebieten der Welt. Ein hoher Anteil Edelkakao, in streng geheim gehaltener Mischung, ergibt das einzigartige, stets gleichbleibende Aroma. Haselnüsse werden von uns aus den qualitativ besten Regionen und Ländern eingekauft und unser Milchpulver wird zur Erlangung eines besonders milchigen, leichten Karamellgeschmacks im Zusammenspiel mit anderen Zutaten, vor der eigentlichen Schokoladenherstellung veredelt.

Alle Lindt-Köstlichkeiten bieten, gemeinsam mit der exklusiven Verpackung, ein ausgewogenes und zeitgemäßes Preis-Leistungsverhältnis. Die erfolgreiche Tradition des Hauses Lindt und ungezählte zufriedene Kunden bestätigen uns auf diesem Weg.

Wir wünschen Ihnen auch weiterhin viel Genuss und Freude an den Produkten unseres Hauses. Wenn Sie wieder einmal Fragen, Anregungen oder auch Kritik haben, so wenden Sie sich bitte erneut an uns. Wir sind immer gerne für Sie da.

Mit freundlichen Grüßen

Bingo! Der Brief sieht genauso aus, wie ich mir das zuvor ausgemalt hatte. Schade, dass ich nicht mehr Zahlen und Daten mitgeteilt bekommen habe, aber an sich war das mir eigentlich schon vorher klar. Nunja, man kann darf eben nicht alles haben wissen wollen.

Aliens vs. GEZ

Montag, den 3. Dezember 2007

Ein Thema das mich seit laengerem wirklich brennend interessiert habe ich hier mal in eine passende Form gebracht.
Die entscheidene Frage ist: Kann man sowas abschicken oder werden die Mitarbeiter der GEZ mich fuer verrueckt erklaeren?

Sehr geehrte Damen und Herren der GEZ,

in letzter Zeit habe ich mir immer und immer wieder eine Frage gestellt auf die Ich leider auch auf Ihrer Webseite keine Antwort finden konnte. Ich hoffe Sie koennen mir per eMail eine Antwort darauf geben.

Nehmen wir an ein Mensch, nennen wir ihn verallgemeinernd A, der Erde, im Folgenden B genannt, wir von C Aliens der Rasse D vom Stern E entfuehrt. Mit ihm werden verschiedene Versuche aus einem Alienversuchskatalog, der Einfachheit halber im Folgenden F genannt, durchgefuehrt. In F sind unter anderem auch telekommunikative Versuche, nennen wir diese verallgemeinernd G, vorgesehen, welche von den C Aliens durchgefuehrt werden. Die Versuche der Reihe F, und damit natuerlich auch der Reihe G, irgendwo im Weltall zwischen B und E durchgefuehrt, verleihen A nun die Faehigkeit in einem Land der Erde namens Deutschland, im Folgenden mit H betitelt, oeffentlich rechtliches Fernsehen zu empfangen. Aussergewoehnlich ist an dieser Stelle, dass A das Programm in seinem Kopf visualisieren kann – DVB-T sei dank! Der Empfang von A ist fuer alle aussenstehenden Personen, I genannt, nicht einzusehen.

Es gibt nun zwei Varianten, die in Anbetracht kommen:

Variante 1: A stimmt den Versuchen der Reihe F (und damit natuerlich auch denen der Reihe G) zu und ermächtigt damit die C Aliens zu ihren Handlungen. Damit ist ja gewissermassen A selbst verantwortlich fuer den Empfang des oeffentlich rechlichen Rundfunks und kann den Aliens von E keinen Vorwurf machen. Muss er in diesem Fall an Sie, die GEZ, Geld transferieren?

Variante 2: A bevollmaechtigt die Bewohner von E nicht zu den Versuchen aus F (wahlweise auch nur den Versuchen aus G). Damit ist der Eingriff der C Aliens ein Eingriff in die Grundrechte von A. A ist also sogesehen ein Opfer und war ueberhaupt nicht mit dem Empfang der Sendungen der oeffentlich rechtlichen Fernsehanstalten einverstanden, kann den Empfang jedoch auch nicht unterbinden. Dies ist den C Aliens von E vorbehalten. Muss A in diesem Fall Geld bezahlen?

In beiden Varianten wird natuerlich vorausgesetzt, dass A ehrlich und gewissenhaft vorgeht. Legt er keinen Wert auf Ehrlichkeit koennte er natuerlich auch I die Tatsache verschweigen, dass er im Kopf wann immer er will Rundfunksendungen empfangen kann und dies einfach machen. Da ich jedoch davon ausgehe, dass solche Menschen nicht existieren kommen fuer mich persoenlich nur die beiden oben genannten Varianten in Betracht.

Ich hoffe Sie koennen mir eine hinreichend gut begruendete Antwort auf meine Frage geben und meine Neugier diesbezueglich stillen.

Mit freundlichen Gruessen,
Fabian Mueller, ein freundlicher Bewohner von H.