Browsing articles from "März, 2008"
Mrz
31

Speedtippseln

70 Wörter

425 / 70 – das ist die Anzahl der Zeichen / Worte, die ich pro Minute zu tippen im Stande bin.
Ich finds nicht schlecht, auch wenn da sicherlich noch ein gewisses Potential nach oben vorhanden ist. :o)

Die Webseite, auf der man sich testen kann, darf ich euch ans Herz legen. Sie ist schlicht und einfach gehalten, aber durchaus sehr gut!

Mrz
13

Vision: Religion uebernimmt Schulen

2008: Ein Schueler will an seiner Schule beten. Sein Drang ist so stark, dass er dafuer sogar vor Gericht zieht – und gewinnt. Ab sofort darf ihn niemand mehr an seinen Gebeten hindern und das obwohl schulische Bildungseinrichtungen eigentlich religioes neutral gehalten sein muessen. Die einzige vom Gericht gestellte Bedingung: das Gebet darf den Unterrichtsfluss nicht stoeren und muss vom Schueler entsprechend gelegt werden. Zahllose Schueler folgen der Idee regelmaessig in der Schule zu beten. Es kommt zu ganzen Gebetsorgien.

2010: Nach fast einem Jahr gerichtlicher Auseinandersetzung boxxt ein Schueler vor Gericht durch, dass er zum Beten die dafuer notwenige Zeit von rund 15 Minuten am Stueck nehmen darf, auch wenn dabei der Folgeunterricht teilweise gestoert wird. Es koenne nicht sein, dass die schulischen Betriebszeiten ueber das Grundgesetz gestellt werden, so die Richter.

2011: Es gibt nun eigene Gebetsraeume in einer der groessten deutschen Schulen. Diese wurden angeschafft, weil betende Schueler auf Gaengen und in Klassenzimmern die schulischen Aktivitaeten derartig behinderten, dass es den Lehrern sowie dem Schulleiter zuviel wurde. “So konnte das nicht weiter gehen. Taeglich liessen sich duzende Schuelern auf dem Gang und in Klassenzimmern nieder um ihre Gebete zu sprechen. “Diesen Zustand koennen wir nicht weiter dulden. Wir muessen Ausweichraeume einrichten, da die Beterei Ausmasse annimmt, mit denen keiner gerechnet hat”, so der Schulleiter.

2012: “Ich brauche meinen eigenen Gebetsraum”. Schueler klagt vor Gericht fuer seinen privaten Gebetsraum, den er sich seiner Religion zufolge ganz speziell einrichten muss. Paradox: der Schueler ist der Gruender und zeitgleich das einzige Mitglied dieser Religion. Das Gericht gibt ihm recht und verweist in der Begruendung auf das Grundgesetz und den Schutz der Religionsfreiheit.

2015: Die Bildungsministerin fordert das Parlament in einem offenen Brief dazu auf in der kommenden Abstimmung fuer die Aenderung des Grundgesetzes zu stimmen. Der Bau neuer Zimmer fuer zahllosen Forderungen nach eigenen Gebetsraeumen in Schulen habe Millionen Euro deutschlandweit verschlungen. Damit muesse jetzt endlich schluss sein, so die Bildungsministerin. Inzwischen sei es zum Volkssport unter Jugendlichen geworden seinen persoenlichen “Chilloutroom” in der Schule zu ordern und darin den Grossteil der Schulzeit zu verbringen. Alles unter dem Deckmantel der Religion, so die Kritiker.

2018: “Religion vor Bildung – die erste Schule versagt!”, so titelt die groesste deutsche Boulevardzeitung. Eine Schule im Sueden von Deutschland musste aufgeben, da die finanziellen Mittel, die notwendig gewesen waren um die Schule mit den entsprechenden Gebetsraeumen auszustatten, schlichtweg nicht vorhanden waren.

2019: Ein Schueler gesteht in einem Zeitungsinterview, das man inzwischen nur noch als cool angesehen wird, wenn man seinen eigenen “Chilloutroom” hat. Damit ist nun offiziell bestaetigt, was insgeheim schon lange klar war. Das Volk ist erzuernt!

2024: Nachdem das Bildungssystem beinahe komplett kollabiert ist, putscht die seit 2016 bestehende “Volksinitiative zur Abschaffung der Religionsfreiheit an Schulen”, welche in den letzten Jahren massiven Zulauf an Migliedern gewonnen hat. Sie erzwingen die Aufloesung der Religionsfreiheit in Schulen und beenden damit in einem Blutbad das, was einst mit einem einfachen Gebetswunsch begonnen hat. – Die Religionsfreiheit an deutschen Schulen wird aberkannt. Eine neue gesetzliche Regelung schreibt vor, dass von nun an jegliche Form von Religionen an deutschen Schulen verboten ist!

Mrz
13

Warum die Musikindustrie dem Netz schadet

Wieder einmal sorgt die Musikindustrie fuer Aufsehen. Dieses mal fordern sie die Internetprovider zur Kooperation auf und ersehnen, dass selbige den boesen Schwarzkopierern die Leitung kappen. Die Idee fuer sich genommen ist schon lange bekannt und wurde in den letzten Jahren auch immer wieder diskutiert und jedes mal aufs Neue abgeschmettert. Was sich ebenso nicht veraendert hat, ist der naive und ebenso gefaehrliche Zensurweg, den die Musikindustrie gehen will.

Copyright geschuetzte Musik soll nicht ueber P2P-Tauschboersen geladen werden koennen. So kurz und praegnant laesst sich zusammenfassen, was die Musikindustrie von den Providern verlangt. Doch was steckt eigentlich hinter den Tauschboersen? Wird da wirklich nur illegale Musik getauscht? Und muss der Provider wirklich in einem solchen Fall einschreiten?

Man darf sehr wohl und ohne schlechtes Gewissen davon ausgehen, dass dies nicht der Fall ist – allein schon deswegen, weil es auch Kuenstler gibt, die keinem Label unterstehen und ihre Musik selbst produzieren und veroeffentlichen. Die freien Kuenstler wissen, wie sie ihre Musik unters Volk bringen und mischen sich daher auch unter die P2P-Tauschboersen. Allein aus diesem Grund haben die P2P-Tauschboersen ihre volle Existenzberechtigung, auch wenn das nicht der einzige Grund ist. Neben den teils umstrittenen Musikangeboten, um welche der ganze Wirbel gemacht wird, gibt es in Tauschboersen auch noch viele weitere legale Angebote. So werden dort beispielsweise Linux-Distributionen, freie Software, usw. massenhaft getauscht – und das vollkommen legal und zurecht!

Was die Musikindustrie von den Providern verlangt ist jedoch schlichtweg laecherlich. Man will dass die Provider den Kunden, die straffaellig geworden sind, nicht nur den P2P-Zugang verweigern, was fuer sich genommen schon grotesk genug waere, sondern viel mehr den gesamten Internetverkehr vorenthalten. An dieser Stelle weiss ich ehrlich gesagt nicht ob ich lachen oder weinen soll. Die Forderung der Musikindustrie ist schlichtweg absurd. Sollen die Personen, die einmal den Fehler gemacht und etwas Illegales heruntergeladen haben, nun von der Netzgemeinde ausgeschlossen werden? Besteht denn das Netz in den Augen der scheinbar paranoiden Musikindustrie nur noch aus illegal angebotenen Musikdateien?

Es gehe nicht um eine Zensur, zitiert der Spiegel in dem betreffenden Artikel, so die Musikindustrie. Doch wie soll man das geplante Vorgehen denn dann nennen? Naechstenliebe fuer Schwarzkopierer, damit diese keine Wiederholungstat begehen koennen? Klingt bescheuert? – Ist es auch!

Meine lieben Freunde, dieses Vorgehen nennt man Zensur. Das kann man nicht einfach vom Tisch diskutieren. Da die Zensur jedoch ein Werkzeug des Teufels ist, sollte die Musikindustrie mit ihrem Heiligenschein lieber Abstand von solchen Ideen nehmen. Damit schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen macht sich die Musikindustrie nicht permanent laecherlich und zum anderen haben wir endlich unseren Seelenfrieden vor solch einem Nonsensegelaber. Wenn das mal keine perfekte Kompromissloesung ist, dann weiss ich auch nicht!

Mrz
9

TheLastRipper – Songs von last.fm auf die Festplatte gebannt

By Fabi  //  Netzgeschehen  //  1 Comment

Musik aus dem Internet downloaden. Das ist, wie Umfragen immer haeufiger bestaetigen, die Zukunft. Die Musikindustrie beginnt langsam aber sicher den Onlinemarkt zu erkennen und zu erschliessen. Doch das Netz geht seine eigene Wege und so boomt die Musik im Netz schon lange. Ob Onlineradios oder Videoplattformen wie Youtube und Co. – ueberall wimmelt es von den musikalischen Werken der Menschen. Ein Big-Player im Business ist last.fm – ein etwas anderes Onlineradio.

Bei last.fm kann man seinen eigenen Radiosender gestalten, indem man selektiert was man gerne hoert und was man nie wieder hoeren will. Der eigene Musikgeschmack wird dann nach einiger Hoerzeit von der Webseite erkannt und es werden entsprechende Lieder im “eigenen” Radiostream gespielt. Was fuer eine super Idee.

Doch wie oben schon geschrieben wird der eigene Sender nur gestreamt, d.h. es besteht keine Moeglichkeit die Musikdateien von last.fm downzuloaden. Zugegeben, das stimmt nicht ganz. Nur weil last.fm diese Moeglichkeit nicht selbst anbietet, heisst es noch lange nicht, dass es diese Moeglichkeit nicht doch gibt. Ein kleines aber feines und zudem kostenfreies Tool namens TheLastRipper laesst das Musikvergnuegen vom temporaeren zum dauerhaften Vergnuegen werden.

Was man als einzige Voraussetzung fuer TheLastRipper benoetigt, ist ein Account bei last.fm. Dieser ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erstellt. Es folgt der Download der Software von der Herstellerwebseite. Nach der Installation auf dem jeweiligen Betriebsystem (Windows, Linux oder auch Mac) laesst sich das Tool sehr einfach in Betrieb nehmen. Das Programm fraegt bei jedem Start nach den Zugangsdaten und dem gewuenschten Speicherort fuer die MP3-Dateien. Diese Angaben werden automatisch abgespeichert und stehen bei jedem weiteren Start des Programms bereit.

Wenn nun die Grundeinstellungen des Programms vorgenommen wurden, muss noch eine Radiostation ausgewaehlt werden. Neben den von TheLastRipper vorgeschlagenen Hauptradiostationen lassen sich etliche andere ergaenzen. Dabei ist es sinnvoll sich ueber den Aufbau der Adressen schlau zu machen, die von TheLastRipper verlangt werden. Diese Adressen dueften fuer die Mehrheit der Leser von Interesse sein:

  • lastfm://globaltags/[tag] – spielt Lieder, die von den last.fm Usern mit dem entsprechenden Tag gekennzeichnet worden sind (wobei [tag] fuer den Namen des Tags steht; siehe dazu auch last.fm Top-Tagcloud)
  • lastfm://user/[username]/playlist – spielt ein Userradio (wobei [username] fuer den jeweiligen Usernamen steht)
  • lastfm://artist/[name] – spielt Lieder, die entweder vom Artisten selbst sind, oder von einem anderen Artisten sind, dessen Musik dem eingegebenen Artisten aehnlich ist (wobei [name] fuer den Namen eines Artisten steht (Leerzeichen im Namen muessen durch ein + (Plus) ergaenzt werden)
  • lastfm://artist/[name]/radio – spielt das Kuenstlerradio (wobei [name] fuer den Kuenstlernamen steht)

Zum Thema selbst empfiehlt sich noch ein Blick in das Ubuntu-Wiki, in welchem dem Tool TheLastRipper eine eigene Seite gewidmet wurde. Besten Dank an dieser Stelle an die Autoren!

Drueben bei alterfalter.de kann man auch noch nachlesen wie man mit last.fm sogar ganze Alben downloaden kann. Na wenn das mal nicht interessant klingt …

Euch jedenfalls viel Spass beim dauerhaften Geniessen der Musik.

Anmerkung: Bitte beachtet, dass TheLastRipper nicht ueberall legal eingesetzt werden darf. Naeheres dazu entnehmt ihr bitte der Gesetzgebung eures jeweiligen Landes.

Mrz
4

Python-IDE: Eric4

By Fabi  //  Python, Ubuntu  //  No Comments

Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer anstaendigen Python IDE, die bestenfalls auch einigermassen mit PyQt umgehen kann. Nach einiger Recherche bin gestern auf Eric4 aufmerksam geworden. Eric4 ist selbst in PyQt geschrieben und bietet dafuer auch entsprechende Funktionen an. Mehr zu den Features kann auf der Homepage von Eric4 nachgelesen werden.

Die Installation unter Ubuntu bereitete mir einiges Kopfzerbrechen, was ich euch jedoch ersparen moechte. Daher nun mein Weg, der zu einer erfolgreichen Installation von Eric4 unter Ubuntu gefuehrt hat.

Zunaechst bedarf es bei einer Installation der beiden Dateien “libqscintilla2″ und “python-qscintilla2″ um alle Abhaengigkeiten zu gewaehrleisten. Diese beiden Dateien sind leider nicht im Ubuntu-Repro. Dennoch koennen sie als .deb-Files hier heruntergeladen werden. Besten Dank an dieser Stelle an ScribeFire fuer den Hinweis darauf auf seinem Blog.

Nun bedarf es nur noch einem Download der aktuellen Version von Eric4. Direkt nach dem Entpacken in einen Pfad eurer Wahl kann es dann auch losgehen. Installiert wird das Programm ueber den internen Installer “install.py”, der Root-Rechte braucht. Der von dem Installer gefragte Installationspfad war bei meinem System “/usr/bin” und sollte eigentlich auch auf einem anderen Ubuntu-System nicht davon abweichen.

Und voilà schon laeuft Eric4 auch unter Ubuntu. Ich selbst muss es erst noch ausprobieren und werde eventuell noch einen Testbericht des Programms nachreichen. Euch jedenfalls viel Spass damit!

Analytics

Gemaess den Richtlinien des deutschen Datenschutzes weisen wir darauf hin, dass dieser Blog persoenliche Daten des Besuchers zu Analysezwecken sammelt. Dem kann hier widersprochen werden.

Werbung