Monatsarchiv für Juli 2007

Baden-Wuerttemberg – Endlich rauchfrei dank Rauchverbot!

Dienstag, den 31. Juli 2007

Ich kann es kaum glauben, dass sich die Politiker endlich dazu durchgerungen haben ein rauchfreies Deutschland zu schaffen – genauer gesagt zumindest die Moeglichkeit dazu. Eine zweite positive Ueberraschung ist, dass Baden-Wuerttemberg ganz vorne mit dabei ist und ab morgen das Rauchen in Gaststaetten verbietet.

Der genaue Gesetzestext lautet:

§ 7 Rauchfreiheit in Gaststätten

(1) In Gaststätten ist das Rauchen untersagt. Gaststätten im Sinne dieses Gesetzes sind Betriebe, die Getränke oder zubereitete Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle verabreichen, wenn der Betrieb jedermann oder bestimmten Personen zugänglich ist und den Vorschriften des Gaststättengesetzes in der Fassung vom 20. November 1998 (BGBl. I S. 3419) unterliegt. Satz 1 gilt nicht für Bier-, Wein- und Festzelte sowie die Außengastronomie und die im Reisegewerbe betriebenen Gaststätten.

(2) Abweichend von Absatz 1 ist das Rauchen in vollständig abgetrennten Nebenräumen zulässig, wenn und so weit diese Räume in deutlich erkennbarer Weise als Raucherräume gekennzeichnet sind und die Belange des Nichtraucherschutzes dadurch nicht beeinträchtigt werden. Satz 1 gilt nicht für Diskotheken.

(3) Arbeitsschutzrechliche Bestimmungen bleiben unberührt.

Quelle: Auszug aus dem Landesnichtraucherschutzgesetz

Das heisst im Klartext: ab heute kann ich in eine Disko gehen ohne den penetranten Geruch von Zigarettenqualm ertragen zu muessen; ich kann Essen gehen ohne dass meine Kleidung danach direkt in die Waesche befoerdert werden muss und ich kann auch ausserhalb meinen vier Waenden frische Luft einatmen. Wow, das nenne ich mal gelungen.

In diesem Sinne vielen Dank fuer den Nichtraucherschutz. Danke dem Land, dass wir in Baden Wuerttemberg die Vorreiter sein duerfen und vielen Dank dafuer, dass die rauchfreie Zone gesetzlich geregelt ist und daher erzwungen werden darf. Das nenne ich Politik ganz nach meinem Stil – auch wenn man meines Erachtens auf die Zustimmung der Laender haette verzichten koennen. Damit haetten sich wahrscheinlich auch solche Probleme wie weiter oben in Deutschland bei Matthias von vorn herein erledigt gehabt. Eine solche Regelung ist es meines Erachtens durchaus wert global im Bundestag & -rat fuer ganz Deutschland unterzeichnet zu werden. Bei anderen, viel unwichtigeren, Dingen tut man es ja auch – und das taeglich!

Bewertung: Transcend.de

Mittwoch, den 18. Juli 2007

Es wurde langsam aber sicher Zeit meinen Laptop aufzuruesten. Der Hauptspeicher von nur 512 MB hat einfach nicht mehr ausgereicht um dem Desktop- und Entwicklungsalltag gerecht zu werden. Firefox, Visual Basic .NET und noch ein bis zwei andere “grosse” Programme haben ausgereicht um Hauptspeicher locker voll zu bekommen. Mit der Zeit ist das ziemlich nervig und frisst nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Nerven.

Es muss also ein Ersatz her, das war klar. Schnell Google angeworfen und nach Speichermedien fuer meinen Acer Laptop gesucht und promt bin ich auf die Internetpraesenz von transcend.de gestossen. Die Seite machte mir einen serioesen Eindruck, die AGB, Garantieleistungen und Lieferbedingungen waren auch in Ordnung. Fuer etwas ueber 50 Euro pro GB Speicher hatten sie mich als Kunde gewonnen.

Als Versandart waehlte ich Vorauskasse, Versandkosten hatte ich bei meinem Kaufpreis keine mehr zu tragen. Die Ware ist rund sieben Werktage nach Ueberweisungseingang bei mir angekommen – professionell verpackt und in einem einwandfreien Zustand. Sieben Tage deswegen, weil Transcend den Artikel nicht vorraetig hatte und erst selbst bestellen musste.

Einige sehr positive Kleinigkeiten gibt es noch zu vermerken ueber den Onlineshop:

  • Der Speicher ist mit einer lebenslangen Garantie versehen
  • Der Lieferant ist UPS, bei dem man den Weg der Lieferung immer komfortabel online nachvollziehen kann
  • Die Seite liefert gute Listen fuer Notebookspeicher, in welchen man sich sehr einfach zurecht findet. Die genaue Bezeichnung des Laptops genuegt vollkommen um zum Ziel zu gelangen. Das Zusammenspiel zwischen Laptop und Speicher wird garantiert

Fazit:
Es hat einfach alles gepasst. Von der Bestellung ueber die Lieferung bis hin zur Qualitaet der Ware war alles vollkommen in Ordnung. Das einzige Pech, welches ich hatte war, dass Transcend mein Produkt nicht auf Lager hatte. Die Nachbestellung lief jedoch relativ schnell von Statten weshalb man sich auch hier nicht beschweren kann. UPS als Vertiebspartner gefaellt mir sehr gut und auch die lebenslange Garantie haben mich ueberzeugt. Zu guter letzt sind dann auch noch die Versandkosten entfallen – was will man mehr? Hier bin ich gerne wieder Kunde!

Steht auf, wenn ihr fuer Freiheit seid

Mittwoch, den 18. Juli 2007

Freiheit

*ohne Worte*

Das T-Shirt will ich haben. Kann mir wer sagen, wo es das zu kaufen gibt?

Nachtrag:
Habs eben im Netz gefunden. Wer das T-Shirt haben will, kann es sich hier zum Preis von 14.80 Euro bestellen. Von jedem T-Shirt werden 3 Euro an den FoeBuD e.V gespendet. Schicke Aktion!

Nachtrag 2:
Das T-Shirt scheint mir im Nachhinein betrachtet doch etwas hart zu sein. Es wird einfach nicht ersichtlich ob sich das Shirt nicht gegen Rollstuhlfahrer allgemein richtet.
Das macht aber nichts, denn 3D-Supply hat noch einige gute T-Shirts auf Lager. Dieses hier gefaellt mir auch sehr gut. Das trifft meiner Meinung nach auch besser das Thema “Ueberwachung”, welches die T-Shirts ja auch ansprechen sollen.

Ueberwachungsshirt

Potter: 15 Mio. Dollar in den Sand gesetzt – Ueberwachung sinnlos

Mittwoch, den 18. Juli 2007

Bald ist es wieder so weit, dann steht wieder ein neuer Band der Geschichte rund um den Zauberjungen Harry Potter in den Laeden. Doch bis dahin soll absolutes Stillschweigen gewahrt werden ueber die Handlung im neuen Band. Dazu ist man beim Verlag “Bloomsbury” bereit sehr viel Geld zu investieren – genau genommen rund 15 Millionen Dollar!

Doch wohin fliesst das ganze Geld? Wie kann man fuer den Schutz eines Buches(!) rund 15 Millionen Dollar verbraten? – Das geht relativ einfach. Man muss einfach extra Grundstuecke anmieten, auf denen die Buecher bis zur Auslieferung zwischengelagert wird und ein ganzes Battalion an Sicherheitsbeamten damit beauftragen auf die begehrte Ware aufzupassen. Damit hat man schon mal sichergestellt, dass das Buch nicht vorschnell von seinem temporaeren Platz wegbewegt wird. Doch damit nicht genug, denn irgendwann will das Buch ja auch in die Laeden kommen. Dies geschieht, indem man es per Transporter – gesichert in versiegelten und mit Alarmanlagen ausgestatteten Paletten – durch die Gegend faehrt. Damit die Transporter dabei auch schoen brav da langfahren, wo sie langfahren sollen, baut man ihnen Ueberwachnungssensoren ein. Nun kann man aus dem All zuschauen, wo sich die Transporter befinden und bekommt eine Meldung sobald sich irgendein Transporter von seiner Route wegbewegt oder gar stehen bleibt. – Tolle Sache! (via tagesspiegel.de)

Das Problem ist nur, dass sich das Stillschweigen einfach nicht so einfach erkaufen laesst – auch nicht mit 15 Millionen Dollar. Schon vor einigen Tagen sind die ersten Schwarzkopien im Internet aufgetaucht. Von abfotographiert bis eingescannt gibt es durch die Bank alle moeglichen Versionen des neuen Bandes. Der 15-Millionen-Dollar-Schutz hat klaeglich versagt. Scheinbar ist es nicht moeglich alle Vertriebswege unter Kontrolle zu stellen.

Ich persoenlich finde es recht amuesant, dass Autorin J. K. Rowling auf die Art und Weise erfahren muss, dass auch die allerbeste Kontrolle im Prinzip nichts nuetzt. Weiterhin klasse finde ich, dass man nun doch an eBooks kommt, falls man die Buecher lieber auf einem PDA liesst – auch wenn Frau Rowling sich wehement dagegen gewehrt hat. Ironischerweise deswegen, weil sie vorzeitigen Schwarzkopien ihres Buches entgehen wollte.

(via gulli.com)

Ballerspiele fuer den Weltfrieden?

Dienstag, den 17. Juli 2007

Bei SpOn wird vom neusten Ego-Shooter berichtet – “Special Operation 85: Hostage Rescue”. Entwickelt wurde das Spiel im Iran von der “Union of islamic Student Societies”, einem “Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern und jungen Erwachsenen”. Das Ziel des Spiels: Die US-Armee vernichten und zudem jede Menge israelitische Soldaten ins Jenseits befoerdern – Propagana pur!

Die politische Diskussion laesst da natuerlich nicht lange auf sich warten. Auf der einen Seite sieht man das “Killerspiel” als grosse Gefahr – foerdert es doch den Terrorismus geradezu. Auf der anderen Seite hingegen vertritt man eine ganz andere Auffassung. Das Spiel sei nicht als Werbung fuer den Terrorismus und Gewalt zu sehen sondern diene der Selbstlosigkeit, Hingabe und die Verteidigung des Irans. Auf gut Deutsch soll den Jugendlichen einfach schon sehr frueh die Ideologie der gewaltsamen Loesung von Konflikten beigebracht werden. Diese sollen gar nicht erst auf die Idee kommen eine friedliche Loesung zu suchen sondern vom Kindesalter an lernen, dass man lieber gleich die Waffe zueckt und schiesst, was die Waffe hergibt. Selbstverstaendlich nur zum Schutze des Vaterlands – schon klar.

Dies mag eine Loesung sein, jedoch nur dann, wenn es virtuell geschieht. Sobald man diesen Weg auf die Realitaet projektiert wird er schlichtweg falsch. Man kann sich abreagieren und das ist auch vollkommen legitim. Ob man das nun an einem Sandsack tut, auf den man stundenlang einpruegelt, oder ob das virtuell am Computer geschieht sei nun einmal dahingestellt. Jedoch darf man nicht den Fehler machen von der virtuellen Darstellung Rueckschluesse auf die Realitaet zu ziehen. Das war schon immer falsch und wird auch immer falsch sein. Doch bekanntlich wird der Fehler leider sehr haeufig begangen – auch von der Kirche. So viel zum Thema “unfehlbar”.

Was ist also die Loesung des Problems? Man moege sich des Einwegprinzips bedienen und von der Realitaet auf die virtuelle Welt schliessen. Das geht bekanntlich und ist ein vollkommen legitimer Schritt. Fuer die virtuelle Welt kann man sich nun ein Spielprinzip ueberlegen, welches aehnlich dem von “Second Life” ist und kann ab sofort alle kriegersichen Auseinandersetzungen auf kuenstlicher, virtueller Art austragen. Damit schaffen wir den grossen Schritt, den niemand zu gehen gewagt haette – wir schaffen mit Killerspielen den Frieden, welch Ironie. Wenn man das nun nicht nur im Iran und in Israel macht, sondern global ausweitet, dann schaffen wir damit sogar den Schritt zum lang erhofften Weltfrieden.

Doch nicht nur das, denn damit loesen wir noch ganz andere Probleme. Wie oft haben fuehlen sich Menschen vom Krieg eingeaengt, haben keine Lust darauf? Dieser Fall gehoert damit endlich der Vergangenheit an. Waehrend sich die einen online bekriegen, koennen sich die anderen (beispielsweise Forscher) auf ihren Bereich konzentrieren, Forschungen anstellen und einfach ihr Ding machen – und das ohne permanent gestoert zu werden von irgendwelchen kriegssuechtigen und machtgeilen Menschen.

Klingt das nicht fabelhaft?