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England: Keine Schiesserei in der Kathedrale – auch nicht virtuell!
Irgendwie suess finde ich ja die Kirche von England. Da ist man der Meinung, dass Sony den Egoshooter “Resistance: Fall of Man” vom Markt nehmen solle. Als Grund wird angegeben, dass Schiessereien in der Kathedrale nicht geduldet werden – auch keine Schiessereien virtueller Art.
Interessant ist dabei die Argumentationsweise die man bei der Kirche heraufbeschwoert: die Kathedrale sei “eine Stätte des Lernens, des Gebets und des kulturelle Erbes”. Fein, aber mal ehrlich – wen interessiert das? Bisher wurden diese Orte auch verwendet um Actionfilme zu drehen. Hat da jemand gejammert? Ich streite nicht ab, dass die Attriubte auf die Orte zutreffen, aber ausser euch duerfte das kaum jemanden interessieren. Man muss unterscheiden zwischen Spiel und Realitaet. Bisher dachte ich immer, dass das nur den Spielern solcher Spiele schwerfaellt – zumindest teilweise. Aber diese Meldung bewegt mich zum Umdenken. Auch die notorischen Nicht-Gamer scheinen partiell den Bezug zur Wirklichkeit zu verlieren.
Fein, fein, liebe Firma Kirche. Ihr moegt einen enormen Einfluss haben, den ich persoenlich uebrigens sehr bedauere – das aber nur am Rande erwaehnt. Dieser Einfluss heisst aber noch lange nicht, dass ihr ueberall eure Finger reinstecken muesst. Wenn ich gedanklich durch eure Kirche renne und irgendwelche Leute abknalle oder sonstige unzuechtige Dinge tue, dann habt ihr auch nichts zum hupen. Ich solltet eure Energie lieber in Gebete stecken. Beispielsweise koennte man sich wuenschen, dass Gott keine Spielentwickler mehr zu Erde laesst, die solche Gedanken haben koennten – vielleicht bringt es ja was. Bleibt bitte bei euren Gebeten und versucht nicht permanent bei Dingen mitzureden, von denen ihr keine Ahnung habt!
Update (12.06.2007): Nun berichtet auch gulli.com ueber den Vorfall. Dort stellt man sich die Frage ob der Ansporn der Kirche nicht vielleicht eher der Schadensersatz sei als die Wahrung des Charakters der Kathedrale.
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Geldvernichtungsmaschine Kopierschutz
AACS versprach endlich ein perfekter Kopierschutz zu werden. Endlich sollte die Filmindustrie fuer ihre zahllosen Versuche belohnt werden, Schwarzkopierern das Handwerk zu legen. Mit AACS sah man dem Aufschwung entgegen. Keine Schwarzkopierer mehr, die den Umsatz in den Keller sinken lassen. Nur noch legal gekaufte Produkte.
Es war der Traum der Filmindustrie – doch dieser Traum ist (wieder einmal) geplatzt.
Schon vor einiger Zeit wurde der scheinbar perfekte Kopierschutz geknackt und oeffentlich verfuegbar gemacht. Was dann kam, kann man getrost als verzweifelte Rettungsaktion der Filmindustrie bezeichnen. Man aeusserte oeffentlich die Vorstellung gegen die Entwickler von Tools wie BackupHDDVD vorzugehen und Menschen, welche die Keys verbreiten, anzuklagen – teilweise mit Erfolg. Auch versuchte man die Verschluesselungskeys schuetzen zu lassen, was auf erheblichen Protest stiess. Ebenso forderte man Google auf massenhaft Seiten aus dem Index zu verbannen. Inzwischen ist man sich der verzweifelten Lage bewusst, in welcher man sich befindet und greift nach jedem Strohhalm, welches sich bietet. So verklagt man sich schon mal untereinander und versucht so viel Gewinn wie noch moeglich zu machen – koste es was es wolle. Den Kampf hat man verloren, jetzt geht es ums pure Ueberleben – so sieht man es wohl bei der Industrie.
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