Monatsarchiv für Mai 2007

lindau.check – Entwicklung vorerst eingestellt

Mittwoch, den 30. Mai 2007

Traurige Nachrichten gibt es zum Thema lindau.check. Nachdem es diverse Konflikte zwischen mir, lindau.com und den Werbepartnern gab, bleibt mir nur die Option die Entwicklung einzustellen. Der Grund ist, dass die Werbepartner die Werbung nicht auf einem Clienten schalten wollen, da dort die Bannereinblendung direkt umgangen werden koennte.
Lindau.com lebt aber von den Werbeeinnahmen der Banner und wurde von einem Werbepartner aufgefordert, “die nichtlizensierte Nutzung” von lindau.com zu unterbinden. Ich muesste als Drittanbieter daran zwar keinerlei Interesse an den Forderungen zeigen, tue es jedoch trotzdem um lindau.com keine Schwierigkeiten zu bereiten.

Ich danke all denen, die lindau.check genutzt haben und mir bei der Entwicklung geholfen haben indem sie Vorschlaege gemacht haben was ich verbessern koennte. Es tut mir leid, dass die Geschichte von lindau.check an dieser Stelle (voruebergehend) enden muss.

Deutsche Nationalbibliothek – von der Sammelwut gepackt!

Dienstag, den 29. Mai 2007

Soeben lese ich auf heise.de, dass die Deutsche Nationalbibliothek nun die Aufforderungen an die Webautoren in ganz Deutschland praezisiert hat (siehe FAQ). Im Juni 2006 wurde das Gesetz, welches die Archivierung durch die Deutsche Nationalbibliothek beschreibt, neu aufgelegt und auf Webinhalte ausgeweitet. So muessen die sogenannten “unkörperliche Werke” spaetestens eine Woche nach Erscheinen bei der Deutschen Nationalbibliothek eingereicht werden. Sollte dies nicht zeitnah geschehen droht eine Strafe von bis zu 10.000 Euro – eine utopische Summe, wie ich finde.

Genaue Vorstellungen darueber wie die Daten uebermittelt werden sollen gibt es auch schon. Die Texte, Bilder, etc. sollen in einem druckfaehigen Zustand archiviert werden (zip-, tar-, tgz- oder tar.gz-Archive werden akzeptiert) und schliesslich ueber einen FTP-Zugang auf den Server der Nationalbibliothek abgelegt werden. Davor ist jedoch eine Anmeldung bei der Nationalbibliothek zwingend notwendig, da die Publikationen zugeordnet werden muessen. Die Kosten fuer den Mehraufwand, der dadurch entsteht, werden nicht entschaedigt.
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Google ermoeglicht Suche gezielt nach Gesichtern

Dienstag, den 29. Mai 2007

Wie inzwischen bekannt wurde unterstuetzt Google die Suche nach Gesichtern innerhalb der Bildersuche. Der bisher undokumentierte Zusatz imgtype=face bei einer Bildersuche laesst in den Ergebnissen idealerweise nur noch Gesichter erscheinen. Idealerweise deshalb, weil die Technologie noch nicht ganz ausgereift ist und sich derzeit teilweise noch Bilder unter die Ergebnisse mogeln, die keine Gesichter zeigen. Das berichtet jedenfalls Malte beim GoogleWatchBlog.
Dennoch funktioniert die neue Suchefunktion ganz gut und sucht man nach beispielsweise “Martin”, so ergibt eine ganze Reihe an Bildern, welche Gesichter von Personen namens Martin zeigen. Die Suche ohne den Parameter imgtype=face hingegen liefert auch Bilder von Autos und sonstigen Gegenstaenden.

Der neue Parameter zeigt, wie so viel anderes auch, wie gut Google inzwischen mit unseren Daten jonglieren, diese verarbeiten, selektieren und sortieren kann. Doch die neue Funktion ist noch lange nicht perfekt sondern kann durchaus nochmals ausgebaut werden. So koennte Google schon bald maennliche von weiblichen Gesichtern unterscheiden koennen, eine ungefaehre Altersabschaetzung durchfuehren, Kinder von Erwachsenen unterscheiden, und so weiter.
Vielleicht wird durch Googles geplante Fusion mit sich selbst sogar nochmals eine deutlich bessere Selektion der Ergebnisse moeglich. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Google schon bald ermoeglicht Gesichter von bestimmten Regionen dieser Welt zu suchen und zu finden.

(via gulli.com)

lindau.check – Version 1.0.4 erhaeltlich

Montag, den 28. Mai 2007

Es gibt ein Update fuer lindau.check.
Version 1.0.4 glaenzt mit interessanten Verbesserungen.

  • Eigene Postings werden nicht mehr als neues Posting angezeigt.
  • Postingvergleich mit MD5: Ab sofort vergleicht lindau.check die Postings nicht mehr direkt miteinander ab, sondern bildet einen MD5-Hash, welcher dann mit dem alten MD5-Hash verglichen wird. Damit loesen sich diverse Probleme in Luft auf, welche in Version 1.0.3 gefunden wurden.
  • Schnellantwortfunktion: lindau.check bietet von nun an die Moeglichkeit direkt im Programm auf das letzte Posting zu antworten. Die Zielnickpage kann hierbei ausgewaehlt werden. Zur Wahl steht die Nickpage des Users, dessen Posting man beantworten moechte, oder die eigene Nickpage.

Den Download gibt es wie immer direkt hier bei crashsource.de.

Bundestag verschaerft Hackerparagraph

Freitag, den 25. Mai 2007

Gerade muss ich bei gulli.com lesen, dass der Bundestag beinahe einstimmig der Aenderung des sogenannten Hackerparagraphens zugestimmt hat. Es gab nur zwei Gegenstimmen – je eine Stimme von PDS und SPD. Mit der Neuauflage des Gesetzes soll die Herstellung, Verbreitung und Beschaffung von Tools, welche ein System auf dessen Sicherheit hin ueberpruefen koennen, verboten werden. Argumentiert wird damit, dass viele Tools wie beispielsweise Ethereal, ein Netzwerksniffer, missbraucht werden koennen um Sicherheitsluecken auf Systemen ausfindig zu machen und/oder Daten auszuspaehen. Dieses Wissen sei die Grundlage dafuer, sich in andere Computersysteme hacken zu koennen.

Jedoch ist die Welt nicht nur schwarz und weiss und so geht die Verschaerfung des Gesetzes in die vollkommen falsche Richtung. Viele Sicherheitstools werden bekanntlich dafuer entwickelt Protokolle zu ueberwachen, Daten aufzuzeichnen und Sicherheitsluecken ausfindig zu machen. Der Knackpunkt ist doch, dass nicht nur Hacker diese Tools verwenden. Auch Systemadministratoren greifen reihenweise darauf zurueck um eventuelle Sicherheitsluecken in ihren Systemen zu entdecken und diese danach zu schliessen.

Sollte der Bundesrat der Entscheidung des Bundestages zustimmen, dann erlangt das Gesetz Gueltigkeit und erscheint in dieser Formulierung als Paragraph §202c im Strafgesetzbuch. Alle Hoffnung liegt nun beim Bundestag, denn dieser hat noch die Moeglichkeit sein Veto einzulegen und das Gesetz in dieser Form abzulehnen. Dies wuerde die Moeglichkeit bieten das Gesetz noch etwas ausfeilen um die oben genannte Problematik zu umgehen. Sonst wuerde man jeden Systemadministrator, der solche Tools einsetzt um sein System zu sichern, kriminalisieren. Der Bundesrat stellt also die letzte Moeglichkeit dar das Ruder noch herumzureissen.
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