Okt
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Ubuntu: Problematik mit fsck und Fat32-Dateisystemen

By Fabi  //  Linux, Ubuntu  //  No Comments

In Ubuntu hat mich gestoert, dass bei jedem Start zwangsweise die Partitionen meines parallel installierten Windows Betriebssystems ueberprueft werden. Stolz praesentierte mir Ubuntu bei jedem Start die Meldung "checking file systems" und daraufhin meine beiden Partitionen /dev/sda1 und /dev/sda2.
Da dies den Startvorgang unnoetig in die Laenge zieht und ich mit Ubuntu sowieso nichts auf den Windowspartitionen veraendere, habe ich mich auf die Suche gemacht wie man die automatische Fehlersuche mit "fsck" unterbinden kann. Die Loesung des Problems ist gar nicht so schwer wie anfangs angenommen.

Ubuntu steuert beim Bootvorgang die Datei /etc/fstab an. Die dort angegebenen Parameter regeln wie und ob Ubuntu die einzelnen Partitionen mountet, ob diese in regelmaessigen Abstaenden mit fsck ueberprueft werden sollen, und vieles mehr. Ganz genau erlaeutert wird die Aufgabe der Datei bei tuxfiles.org.

Hier soll ein klitzekleiner Ueberblick ueber die Datei vollkommen ausreichen.
Eine Zeile, welche sich auf je eine Partition bezieht, sieht nun beispielsweise wie folgt aus (schematisch):

CODE:
  1. # /dev/sda1
  2. UUID=XXXX-XXXX  /media/sda1     vfat    defaults     0       1


Dabei interessiert fuer dieses Problem vor allem der letzte Parameter, welcher festlegt ob das Dateisystem in regelmaessigen Abstaenden beim Start ueberprueft werden soll, oder nicht. Um die Ueberpruefung abzustellen muss man diesen Wert nur auf "0" stellen und schon ist man das Problem der leidigen Ueberpruefung der Fat32-Platte bei jedem Reboot los und Ubuntu startet deutlich schneller.

Interessant ist auch noch der vierte Parameter (hier im Beispiel: defaults) in welchem sich regeln laesst ob ein Laufwert automatisch (auto) oder nicht automatisch (noauto) beim Start gemountet werden soll.
Das automatische Mounten der beiden Windows-Partitionen auf meinem Rechner habe ich in diesem Zuge abgeschalten. Wenn Bedarf besteht binde ich diese von Hand ein.

Bearbeiten kann man die Datei uebrigens nur mit root-Rechten. Achtung: Bitte nicht vergessen vorher ein Backup der Datei anzulegen. Dazu einfach im Terminal folgendes eingeben: cp /etc/fstab /etc/fstab.backup!

Im Terminal ([Alt]+[F2] -> gnome-terminal) sind also folgende Schritte auszuführen:

  1. sudo su
  2. Passwort eingeben
  3. gnote /etc/fstab

Die Datei kann dann im Editor "gnote" mit den entsprechenden root-Rechten bearbeitet und abgespeichert werden. Ein Reboot zeugt von der gluecklichen Operation.

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