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Kwari – ballern fuer den Weltfrieden?
Die Idee
Die zugrunde liegende Idee des geplanten neuen Spiels “Kwari” ist simpel: in einem Egoshooter durch die Gegend ballern und dabei Geld verdienen. Je mehr man trifft, desto mehr Kohle hat man nachher auf dem echten Konto. Andersrum verhaelt es sich natuerlich gleich. Wer nichts trifft und immer nur einstecken muss, der kann schnell viel Geld verzocken.
Zudem kosten die Waffen Geld, die Munition will bezahlt werden und im Prinzip ist die Finanzierung aehnlich der eines Auftragskillers in der realen Welt – nur eben mit dem Unterschied, dass es bei Kwari vollkommen egal ist wen man umballert. Die Hauptsache ist, man trifft.
Endlich setzt jemand die Idee um, mit virtuellen Gewaltspielen das Geld der Mitspieler neu zu verteilen. Sehr wahrscheinlich viel Geld.
Mich wundert es, dass noch keiner auf die Idee gekommen ist genau diesen Weg einzuschlagen und den Markt, auf dem sich tausende und abertausende Spieler befinden, so richtig auszuschoepfen. Es gibt sicherlich genug Zocker, die nur darauf warten endlich mit ihren in Counterstrike oder sonstigen Ballerspielen erworbenen Faehigkeiten so zu glaenzen, dass sie damit richtig dicke Geld machen koennen.
Die Moralapostel
Wo bleibt da die Moral? So, oder so aehnlich klingen viele Stimmen im SpOn-Forum. Man koenne dieses Spiel ethisch nicht vertreten, werden die Menschen doch zu wirklichen Killern, die fuer ihre grausamen Taten auch noch entlohnt werden.
Wirklich? Ich bin da etwas anderer Meinung – und das nicht das erste mal. Warum soll man den Menschen verbieten mit solchen Spielen Geld umzusetzen? Die Userin “gabriele_farke“, im echten Leben Suchtberaterin, meint im SpOn-Forum, dass die Spielidee pervers sei und jegliches Empfinden von Moral, Anstand und Vorstellungsvermoegen uebersteige. Sie treibt die Idee weiter und philosophiert darueber ob es bald vielleicht schon Spiele gibt, bei denen Terroranschlaege belohnt werden. Das sei nur noch einer irren Person zuzutrauen.
Doch was macht das Spiel so anders als jegliches weitere Ballerspiel? Die Tatsache, dass man hier Geld verdienen kann – echtes Geld? Das ist schlichtweg laecherlich. Viele der Kritiker von Ballerspielen verwechseln zwei grundlegende Dinge: es gibt das echte Leben und das virtuelle Leben. Diese beiden Dinge muss man strikt voneinander trennen. Wenn ich im virtuellen Leben eine Person umniete, dann interessiert das ueberhaupt gar niemanden – im Gegensatz zum reellen Leben.
Der Bezugspunkt Geld, der die virtuelle und die reale Welt verknuepft ist zwar vorhanden, aendert aber nichts daran, dass es im richtigen Leben immer noch verboten ist Menschen umzulegen.
Moral hin oder her. Das sollte jeder fuer sich selbst entscheiden und solange er die Leute virtuell niedermetzelt und nicht im realen Leben, kann ich das Spiel nur gut heissen. Wenn es hilft Aggressionen abzubauen, die sich im normalen Alltag angesammelt haben, dann finde ich das in Ordnung. Nebenher noch Geld verdienen? – Was will man mehr?
Fazit
An die Menschen da draussen: Wenn ihr irgendwann mal das Beduerfnis habt eure angestauten Aggressionen loszuwerden, dann bietet sich fuer euch ab sofort die Moeglichkeit das zu tun – virtuell. Bitte, tut es. Aber macht es in der virtuellen Welt! Lasst uns hier in der realen Welt mit euren Gewaltphantasien in Frieden. Der Kriegsschauplatz ist ab sofort virtueller Art – realer Art war er lange genug.
By the way, einige Oberhaeupter verschiedenster Staaten koennten diesbezueglich auch mal umdenken. Das Thema Geld, welches bisher dem realen Leben den Vorzug gab, hat sich dank “Kwari” souveraen in Luft aufgeloest.
(via SpOn)

Hallo,
ich finde das Prinzip dieses Spieles nicht verwerflich und bestimmt nicht verwerflicher als andere Spiele des gleichen Genres. Wer Amok laufen will wird es so oder so tun. Ich bezweifele stark, dass Spiele wirklich der Auslöser sind.
Ich teste das Spiel übrigens gerade in der Beta und muss sagen, dass es noch ziemlich weit davon entfernt ist veröffentlicht werden zu können. Wer mehr Informationen möchte den verweise ich ganz uneigenützig auf meinen Blog :-)
Gruß,
noch ein Hitman