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Leben wir in der Matrix?
Drueben bei Doeners Blog bin ich eben auf einen interessanten Artikel gestossen. Es geht darum, dass wir Menschen vielleicht nur in einer virtuellen Welt leben und damit nicht viel mehr sind als ein Spielzeug einer intelligenteren Form von Lebewesen – vergleichbar mit dem Unterhaltungsspiel “Die Sims”. Unser Universum soll also nicht viel mehr sein als ein computergeneriertes Spielfeld mit uns als Hauptdarsteller. Diese Annahme ist zugegeben nicht neu – hatte Matrix genau diesen Umstand vor einigen Jahren schon als Knackpunkt.
Neu hingegen ist die Aussage des britischen Philosophen Nick Bostrom, der folgende zwei Ueberlegungen anstellt: Irgendwann in (ferner) Zukunft wird die Menschheit dazu in der Lage sein hochkomplexe Computerprogramme zu erstellen, welche kuenstliche Intelligenz beinhalten und demnach eine Welt wie die unsere implizieren. Wenn man nun unzaehlige Simulationen erstellt, welche allesamt eine Welt wie die unsere erschaffen, dann sinkt zeitgleich die Wahrscheinlichkeit drastisch, dass wir in einer nicht fiktiven, virtuellen Welt leben. Mit jeder Welt, die virtuell von uns erschaffen wird, sinkt also die Wahrscheinlichkeit, dass wir real und nicht virtuell sind.
Dieses Gedankenexperiment kann man so stehen lassen und ist auch durchaus richtig. Die Frage ist nur wie man den Beweis anstellt, dass wir in einer realen/virtuellen Welt leben. Ich denke, dass man das am ehesten herausfinden kann, wenn man sich auf Fehlersuche begibt. Meine Annahme ist die folgende: Wenn wir wirklich virtueller Natur sind, dann muss die Welt in der wir leben Fehler aufweisen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Schoepfer so perfekt waren, dass sie dazu in der Lage waren eine perfekte und makellose Welt zu erschaffen. Vielmehr glaube ich an fehlerhafte Gedankengaenge der/des Programmierer/s, die sich dann auch dem Programm/unserer Welt wiederspiegeln. Wenn wir nun in der Lage sind einen solchen Fehler zu finden, dann wissen wir, dass wir in einer virtuellen Welt leben. Sollten wir keinen Fehler finden, dann koennen wir relativ sicher sein, dass die Welt die sich uns tag taeglich offenbart real ist.
Die Frage ist wo fangen wir an mit der Fehlersuche? Meines Erachtens liefert die Quantentheorie einen relativ guten Ansatzpunkt. Dort herrschen Zustaende, die nicht mit unserer gewohnten Umgebung in Einklang zu bringen sind. Wenn Teilchen mehrere Zustaende zugeleich haben, sich an mehreren Orten aufhalten koennen und entgegen dem Prinzip der klassischen Physik funktionieren, dann koennte das meiner Meinung nach ein Indiz dafuer sein, dass wir hier eine unsaubere Programmierung haben. Leider bin ich auf dem Gebiet ein Laie und weiss noch nicht allzu viel davon, jedoch sieht es fuer mich so aus als ob von aussen alles zu funktionieren scheint, aber tief im Inneren katastrophale Zustaende herrschen. Ist das nun ein Fehler oder nicht?
