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Potter: 15 Mio. Dollar in den Sand gesetzt – Ueberwachung sinnlos
Bald ist es wieder so weit, dann steht wieder ein neuer Band der Geschichte rund um den Zauberjungen Harry Potter in den Laeden. Doch bis dahin soll absolutes Stillschweigen gewahrt werden ueber die Handlung im neuen Band. Dazu ist man beim Verlag “Bloomsbury” bereit sehr viel Geld zu investieren – genau genommen rund 15 Millionen Dollar!
Doch wohin fliesst das ganze Geld? Wie kann man fuer den Schutz eines Buches(!) rund 15 Millionen Dollar verbraten? – Das geht relativ einfach. Man muss einfach extra Grundstuecke anmieten, auf denen die Buecher bis zur Auslieferung zwischengelagert wird und ein ganzes Battalion an Sicherheitsbeamten damit beauftragen auf die begehrte Ware aufzupassen. Damit hat man schon mal sichergestellt, dass das Buch nicht vorschnell von seinem temporaeren Platz wegbewegt wird. Doch damit nicht genug, denn irgendwann will das Buch ja auch in die Laeden kommen. Dies geschieht, indem man es per Transporter – gesichert in versiegelten und mit Alarmanlagen ausgestatteten Paletten – durch die Gegend faehrt. Damit die Transporter dabei auch schoen brav da langfahren, wo sie langfahren sollen, baut man ihnen Ueberwachnungssensoren ein. Nun kann man aus dem All zuschauen, wo sich die Transporter befinden und bekommt eine Meldung sobald sich irgendein Transporter von seiner Route wegbewegt oder gar stehen bleibt. – Tolle Sache! (via tagesspiegel.de)
Das Problem ist nur, dass sich das Stillschweigen einfach nicht so einfach erkaufen laesst – auch nicht mit 15 Millionen Dollar. Schon vor einigen Tagen sind die ersten Schwarzkopien im Internet aufgetaucht. Von abfotographiert bis eingescannt gibt es durch die Bank alle moeglichen Versionen des neuen Bandes. Der 15-Millionen-Dollar-Schutz hat klaeglich versagt. Scheinbar ist es nicht moeglich alle Vertriebswege unter Kontrolle zu stellen.
Ich persoenlich finde es recht amuesant, dass Autorin J. K. Rowling auf die Art und Weise erfahren muss, dass auch die allerbeste Kontrolle im Prinzip nichts nuetzt. Weiterhin klasse finde ich, dass man nun doch an eBooks kommt, falls man die Buecher lieber auf einem PDA liesst – auch wenn Frau Rowling sich wehement dagegen gewehrt hat. Ironischerweise deswegen, weil sie vorzeitigen Schwarzkopien ihres Buches entgehen wollte.
(via gulli.com)
