Google unterstuetzt 23andMe
Google ist bekannt – weltweit. Weniger bekannt duerfte derzeit noch 23andMe sein. Diese Firma plant eine Suchmaschine, mittels der sich gentechnische Daten untersuchen lassen. Das selbsterklaerte Ziel: den Menschen ihre eigene Abstammung naeher zu bringen und diesen den geschickten Zusammenbau des menschlichen Koerpers aus 23 verschiedenen Chromosomen zu erklaeren.
“Our goal is to allow individuals to gain deeper insights into their ancestry, genealogy and inherited traits and, ultimately, the option to work together to advance the overall understanding of the human genome,” said Anne Wojcicki, co-founder.
23andMe
Aller Voraussicht nach sollen die User untereinander ihre Erbinformationen vergleichen koennen. Damit liesse sich personalisierte Medizin entwickeln. Auch koenne man den Firmen die Daten fuer medizinische Forschung zur Verfuegung stehen. Aussagen ueber den geplanten Datenschutz sind auf der Webseite noch nicht enthalten.
Wie nun bekannt wurde hat Google 23andMe mit einer Finanzspritze von rund 3,9 Millionen US-Dollar unter die Arme gegriffen. Nicht ganz belanglos duerfte dabei sein, dass Anne Wojcicki, die Mitbegruenderin von 23andMe, seit kurzem mit dem Google Gruender Sergey Brin verheiratet ist – jmboard.com berichtete. Vitamin B sozusagen fuer 23andMe. (via)
Interessant ist unterdessen was in den Kommentaren des Artikels bei Heise auftaucht. So macht sich tilbert darueber Gedanken was wohl geschehen wuerde, wenn eine reicher Mann, der auf der Suche nach einer neuen Niere ist, ueber den Suchdienst von 23andMe ein passenden Spender ausfindig machen wuerde. “Wie lange dauert es bis es an [des moeglichen Spenders] Tür klingelt? Wird er seine Leber freiwillig geben?”, so die laut gedachten Fragen von tilbert.
Dass die Organmafia heutzutage schon gut organisiert ist, sollte allgemein bekannt sein. Auch darf man sich jetzt schon Gedanken darueber machen, wie schwierig es werden wird den vermeintlich boesen Menschen den Umgang mit der Suchmaschine zu untersagen. Wie sehr man heutzutage noch auf die Menschen achtet hat uns erst kuerzlich Dr. Dr. h.c. Peter Oberender gezeigt, als er meinte, dass die Menschen nicht rumjammern sollen, wenn sie sich am Existenzminimum befinden, sondern dass sie dann eben ein Organ spenden sollen um wieder an Geld zu kommen – Zappi berichtete.
Irgendwie entwickelt dieses Feld das hier in eine Richtung, die mir nicht so recht gefallen mag.