HowTo: Kile als Editor fuer ConTeXt benutzen

31. Dezember 2009

Kile ist ein toller Editor, allerdings bevorzugt fuer LaTeX und nicht von Haus aus fuer ConTeXt. Aber das laesst sich aendern. Das folgende HowTo soll zeigen wie.

Highlighting

Kile kennt von Haus aus kein Syntax-Highlighting fuer ConTeXt. Aus diesem Grund muss man Kile das erst beibringen. Auf kde-files.org bietet hippodriver eine XML-Datei an, welche die notwenigen regulaeren Ausdruecke beinhaltet, die Kile ConTeXt lehren.
Diese Datei gilt es downzuloaden und in dem Verzeichnis ~/.kde/share/apps/katepart/syntax abzulegen. Ich habe die Datei im unter dem Dateinamen context.xml gespeichert. Wenn ihr einen anderen Namen verwendet muesst ihr die folgenden Schritte anpassen.

Danach gilt es die Datei mit einem Texteditor eurer Wahl zu oeffnen und dort in der dritten Zeile extensions=”*.tex;” mit extensions=”*.ctex;” zu ersetzen. Das sorgt dafuer, dass Kile tex-Dateien (LaTeX) von ctex-Dateien (ConTeXt) unterscheiden kann. Macht ihr diesen Schritt nicht, so beharrt Kile darauf, dass tex-Dateien stets LaTeX-Dateien sind, was das Highlighting zerstoert. Die Konsequenz ist, dass ihr eure ConTeXt-Dateien von nun ab mit der Dateiendung .ctex versehen muesst, wenn ihr wollt, dass diese von Kile korrekt erkannt werden sollen.
Wisst ihr eine Moeglichkeit, wie man Kile davon ueberzeugen kann, dass auch Dateien mit einer .tex-Endung mit ConTeXt-Regeln behandelt werden sollen, dann meldet euch bitte bei mir. Ich habe leider keine Moeglichkeit dazu gefunden.

Nachdem ihr das soweit gemacht habt, sollte Kile in der Lage sein eure ctex-Dateien korrekt als ConTeXt-Dateien zu interpretieren und entsprechend zu highlighten. Das war Schritt 1.

Vervollstaendigen

Was jetzt noch fehlt ist es Kile beizubringen wie die ConTeXt-Begriffe zu vervollstaendigen sind. Diese fuegt ihr in Kile unter Settings -> Configure Kile … -> Kile -> Complete -> Tex/LaTeX hinzu. Dazu klickt ihr auf Add … und waehlt dort context-document aus.
Ich habe an dieser Stelle noch den Haken vor latex-document entfernt, da ich nur mit ConTeXt arbeite und die Vorschlaege fuer LaTeX fuer mich daher nur stoerend waren. Wir ihr das handhabt bleibt euch ueberlassen.
Jedenfalls sollte Kile jetzt automatisch versuchen eure Eingaben zu vervollstaendigen.

Jetzt sollte nicht mehr im Weg stehen was euch daran hindern sollte Kile als Editor fuer ConTeXt zu benuzen. Wenn ihr noch Fragen oder Anmerkungen habt, dann schreibt einen Kommentar. Viel Spass mit Kile und ConTeXt!

Physikaufgabe: Fallschrimsprung mit Newtonscher Reibung

28. Dezember 2009

Bei dieser Aufgabe ging es darum auszurechnen wie schnell ein Fallschirmspringer maximal werden kann, wenn er durch die Newtonsche Reibung gebremst wird. Die Herleitung erfolgt aus der Bewegungsgleichung des Fallschirmspringers.
PDF-Download.

Physikaufgabe: Herleitung der Raketengleichung und der Steighoehe der Rakete

27. Dezember 2009

Hier eine Aufgabe und deren Loesung direkt aus dem Physikstudiengang. Es ging darum aus der Impulserhaltung die Raktengleichungen herzuleiten und anschliessend auf die Steighoehe der Rakete zu schliessen.
PDF-Download.

Physikaufgabe: Ablenkung des freien Falls durch die Corioliskraft

27. Dezember 2009

Hier eine Aufgabe und deren Loesung direkt aus dem Physikstudiengang. Es ging um die Ablenkung eines Gegenstandes im freien Fall durch die Corioliskraft. Vielleicht kann ja irgendein Physikstudent einmal etwas damit anfangen.
PDF-Download.

HowTo: ConTEXt um die Module “t-amsl” bzw. “t-nath” erweitern

26. Dezember 2009

UPDATE:
Unten beschriebene Loesung ist nicht mehr zu empfehlen. In den Kommentaren wird eine einfachere Loesung gezeigt. Klicke hier um zu dieser Loesung zu kommen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Aditya Mahajan.
ENDE UPDATE:

Willst du in ConTEXt beispielweise Spaltenvektoren (column-vectors) schreiben, so kannst du nicht wie in Latex ueblich einfach so auf die Array-Umgebung zugreifen, sondern du brauchst dazu das Modul t-amsl.
Bei mir war, aus welchen Gruenden auch immer, dieses Modul in der Standardinstallation von ConTEXt nicht vorhanden. Es war daher nicht moeglich den folgenden Code, der einen Spaltenvektor erzeugt, ohne Fehler zu kompilieren:

\usemodule[t-amsl]
\starttext
\startformula
\left(
\startarray{l}
1\\2\\3
\stoparray
\right)
\stopformula
\stoptext

Einen Ausweg aus dieser Misere bietet das Modul t-amsl. Wenn bei dir obriger Code ebenfalls den Fehler “system: module t-amsl not found! [...] Undefined control sequence. l.XX \startarray” erzeugt, dann musst du oben genanntes Modul nachladen und manuell installieren. Dazu gehst du wie folgt vor:

Lade dir das Modul beispielsweise hier herunter. Anschliessend kopierst du es nach ~/texmf/tex/context/maths. Gegebenenfalls musst du diese Ordnerstruktur erzeugen. Nun musst du in deinem Dokument das Modul nur noch laden und kannst es daraufhin verwenden.
Damit sollte es moeglich sein oben genannten Code ohne Fehler zu kompilieren. Well done, Dude!