Android: Pflicht zur Ausschilderung mit Versionsangabe

30. August 2010

Also nachdem ich gelesen habe, siehe Artikel vom 25. August bei derStandard.at, dass Dell ein Smartphone mit Android 1.5 herausbringt, musste ich schon schlucken. Liegt doch Android in der Version 2.2 vor.

Alles kein Problem, koennte man da jetzt denken, der Markt wird es ihnen schon heimzahlen. Doch ich glaube das ist zu optimistisch gedacht. Wie sieht denn die Situation im Moment aus in den Handylaeden? Da liegt also dieses Handy, besitzt ein Schildchen auf dem steht … ja was steht da? – “Android”, richtig. Nur sagt “Android” an dieser Stelle eher zu wenig aus, denn Android 1.5 != Android 2.2. Und damit haben wir das Dilemma. Man muss nur in den Android Market schauen um zu sehen, dass viele Apps erst fuer Handys ab Version >= 2.0 geschrieben wurden. Von diesen Apps profitiert also kein Kaeufer des aktuellen Handys von Dell.

Ich erwarte von Dell auch nicht, dass sie das Handy in naher Zukunft auf die Version 2.2 updaten. Wenn ihnen das wirklich am Herzen gelegen waere, dann haetten sie wohl gleich ein Handy in der Version 2.1 oder 2.2 veroeffentlicht. Viel mehr glaube ich, dass sich Kunden finden werden, die schon mal von Android gehoert haben und auch so ein “Android-Telefon” haben wollen wegen der vielen Apps und so, die auch sicherlich vom Verkaeufer angepriesen werden. Ja und dann? Schau dir den Android-Markt mal an. Die Version 1.5 ist so alt, dass da kaum neue Apps kompatibel mit sind. Dann hast also so ein Telefon und kannst die tollen Apps nicht nutzen. Prima.

Daher finde ich die Idee eine Pflicht zur Auszeichnung mit Versionennummer, die ich gerade von einem Forenteilnehmer aufgeschnappt habe, gar nicht so verkehrt. Stellen wir uns vor, da steht also das Dell und daneben das aktuelle Flaggschiff von Samsung. Das eine ist ausgezeichnet mit “Android 1.5″, das andere mit “Android 2.1″. Dann wird sich, und da appeliere ich ein wenig an den gesunden Menschenverstand, der Kaeufer das seinige dazu denken und hoffentlich nachfragen oder sich informieren.

Eine Auszeichnungspflicht waere denke ich leicht durchzusetzen, besitzt Google doch die Rechte am Markennamen Android. Vielleicht sollten sich die Google-Manager das mal durch den Kopf gehen lassen.

Ich persoenlich wuerde es auch begruessen wenn der Hersteller verpflichtend angeben muss bis zu welcher Version er Android auf jeden Fall pflegen wird. Ob sich auch das durchsetzten liesse bliebe zu pruefen. Derzeit ist das Versionschaos bei Android und die Traegheit fast aller Handyhersteller ja unertraeglich. Da hat im Moment Apple mit ihrem iOS ganz klar die Nase vorn – auch wenn ich bei Gott kein Apple-Fan bin.

Google Street View – der “Sommerlochfueller”

22. August 2010

Bekanntermassen nutzt Google Street View (GSV) vor allem zu einem: das Sommerloch zu fuellen. Den zig tausendsten Beitrag zu diesem Thema wollte ich im RSS-Reader schon gar nicht mehr anlesen, bin aber froh es doch gemacht zu haben. Beim Spiegelfechter findet sich ein Artikel, der absolut lesenswert ist. Danke dafuer!

Warum ICQ out ist und XMPP in

21. August 2010

xmpp_logo Lange, lange bin ich schon dabei bei ICQ. Angefangen hatte das damals weil jeder mitgemacht hat. Du brauchtest einen ICQ-Account um dabei sein zu koennen, wenn ploetzlich die Freunde nur noch einen Mausklick entfernt sein sollten. Ausserdem war alles bunt und toll. Man war jung und naiv und hatte Spass dabei.
Das war in meiner fruehen Jugend. Damals war ICQ noch benutzbar, doch dann kam die Werbung. Der Original-Client wuerde nach und nach unbenutzbar. Immer mehr Werbung noetigte mich dazu Alternativen zu suchen und so kam ich in Beruehrung mit Trillian, meinem ersten Mutlichat-Messenger. Zwischendurch aenderte AOL, der Betreiber von ICQ, immer mal wieder sein Protokoll und man war raus mit Trillian. Doch der Originalmessenger kam nicht in die Tuete. Man musste warten, bis Trillian wieder angepasst war – es war ein Katz-und-Maus-Spiel.

Doch mit der Benutzung von Trillian kam die Erfahrung, dass es mehr gibt als nur ICQ. Die anderen Protokolle hatten teils grosse Vorzuege und ich begann mich zu fragen ob man nicht besser ein anderes, freies Protokoll benutzen sollte. Auf diesem Weg nahm ich das dann auch irgendwann das erste Mal von Jabber bzw. XMPP Notiz. XMPP ist ein anderes Protokoll um darueber zu chatten. Und vor allem es ist offen! Wenn euch das interessiert, dann schaut euch diese Webseite an. Dort wird anschaulich erklaert was Jabber/XMPP eigentlich ist. Doch was bringt dir das beste Chat-Protokoll wenn du niemanden hast, mit dem du chatten kannst und so verwarf ich die Idee wieder. Niemand wollte XMPP, alle wollten ICQ. Man fuegt sich, wenn man sonst allein da steht.

Doch heute ist alles anders. ICQ wurde nach Russland verkauft und die Geschaeftsbedingungen lassen einen Baukloetze staunen. Faktisch darf der russische Betreiber von ICQ mit meinen Chatprotokollen alles machen. Dieses Recht raeumte damals schon jeder AOL ein, der ICQ benutzte und hat dieses Recht mit dem Verkauf von ICQ nun weitergegeben. Erschreckend? – Ja, das ist es. Also will ich weg von da, doch meine Freunde sind immer noch mehrheitlich bei ICQ. Und noch erschreckender: ihnen ist egal was mit ihren Daten passiert.

Warum jetzt also doch wechseln? Nun der Grund liegt zunaechst bei Facebook und GMail sowie bei Web.de und GMX.de. Alle haben haben ihren eigenen Chat und doch haben sie mehr gemeinsam als man denkt. Sie bauen allesamt auf XMPP auf. Und damit habe ich endlich die lang ersehnte Moeglichkeit gefunden den Klauen von ICQ zu entkommen – indem ich Jabber benutze und die anderen den Facebook- oder einen der Chats der eMail-Anbieter. Damit decke ich rund 95% meiner Freunde ab – ganz ohne ICQ. Was mit dem Rest ist? Nun fuer die habe ich ja immer noch ein Handy oder alternativ gibt es ja auch noch die gute alte eMail-Adresse.

Habe ich damit also an Sicherheit gewonnen? Nein, denn sowohl Facebook als auch Google, der Betreiber von GMail, sowie die anderen eMail-Anbieter wahrscheinlich auch, werden ein reges Interesse daran haben die Daten zu speichern, zu analysieren und zu verwenden – fuer welche Zwecke auch immer. Doch es gibt Hoffnung. Wenn ich den anderen jetzt klar machen kann, dass sie den Facebook- und GMail-Chat auch in einem Messenger nutzen koennen, dann verschaffe ich mir jetzt vermutlich deutlich mehr Gehoer. Und mit einem Jabber-Account ist einem die Welt offen fuer alle anderen Jabber-Accounts – egal ob GMail oder Web.de oder sonst was. Und dann ist auch der Weg von dem Messenger hin zur Verschluesselung nicht mehr weit. Und spaetestens dann habe ich an Sicherheit gewonnen und ICQ hat auch fuer die anderen ausgedient.

Fuer mich ist es jetzt an der Zeit Ade zu sagen. Ciao ICQ, wir hatten eine schoene Zeit. Doch ich weine dir keine Traene hinterher. Geh sterben und das moeglichst schnell.

Fuer alle die es mir nach machen wollen:
Eine Anleitung, den Facebook-Chat in einem Chat-Messenger zu benutzen findet sich hier. Fuer den Rest ist man bei einfachjabber.de gut aufgehoben. Solltest du weitere Hilfe brauchen, dann schreibe einfach einen Kommentar zu diesem Artikel.

Google Talk, Linux und Videochat – ab sofort gehoert das zusammen

20. August 2010

Seit heute ist es – auch unter Linux – moeglich mit Google Talk Videotelefonie zu betreiben. Ich habe es ausprobiert und es funktioniert perfekt.

Um die Videotelefonie zu ermoeglichen ist es unter Ubuntu notwendig von einer Google-Seite ein deb-Paket herunterzuladen und zu installieren. Nach einem Browserneustart steht die neue Funktion dann zur Verfuegung. Hierbei ist zu beachten, dass dabei automatisch eine neue Softwarepaketquelle eingerichtet wird um von dort Updates zu beziehen. Warum das noch nicht auf der Downloadseite vermerkt ist, weiss ich nicht. Dennoch finde ich, dass Google das erwaehnen sollte.

Vielen Dank Google fuer dieses klasse Feature Videotelefonie direkt aus dem Browser heraus zu ermoeglichen!

Google Wave vs. Chromium

18. August 2010

Kann mir wer die folgende Fehlermeldung erklaeren? Google Produkte (hier: Chromium) koennen nicht mehr auf Google Services (hier: Google Wave) zugreifen? Ich lach mich schlapp!

googlewave-browser-not-supported-chromium